Politik über den Kopf der Menschen hinweg

Was wir bereits wissen
Leserbrief von Wolfgang Hengesbach zu „Wiebel gegen Windkraft“ vom 5.1.2015.

Dass Windkraft unsere Landschaft verändern wird, ist doch jetzt nichts Neues. Dass Konzentrationszonen den Schaden für das Landschaftsbild erheblich verringern werden, ist auch unbestritten. Und wenn man mitten in solch einer Konzentrationszone steht, dann sieht man um sich herum nur Windräder. So ist das nun mal. Die Energiewende ist beschlossene Sache. Darüber immer noch zu diskutieren, ist müßig.

Was Herrn Wiebel eher berühren sollte, ist die Tatsache, dass aufgrund des Stadtratsbeschlusses vom 2. Dezember nunmehr große Teile des Höhenzuges nördlich der Stadt Sundern von Windkraft für Jahrzehnte geprägt sein werden. Das beginnt bei Stemel und endet bei Hellefeld.

Diese Anlagen wären durchaus zu vermeiden gewesen. Es gibt auf dem Gebiet der Stadt Sundern reichlich Flächen, wo Windkraft kaum auffällig gewesen wäre und nur wenige Einwohner betroffen hätte.

Die CDU im Verein mit den Grünen drückte jedoch ihre Vorstellung durch, was nun in Zukunft leider die Ortschaften Langscheid, Stemel, Sundern, Westenfeld und Hellefeld optisch betreffen wird. Macht zusammen weit über 15 000 Einwohner, die nun demnächst täglich auf Windmühlen schauen werden.

Ironischerweise geschah all dies unter der Devise, die Verteilung im Stadtgebiet müsse hauptsächlich „den Menschen berücksichtigen“…..Wie man das nun verstehen soll, hat die CDU nicht erklärt. Auch nicht ihre Beweggründe für ihre Entscheidung.

Diese Tatsachen scheinen weder Herrn Wiebel noch den meisten anderen Sunderner Einwohnern so richtig klar zu sein.

Ich nenne das nicht „Politik für den Menschen“ sondern „Politik über den Kopf der Menschen hinweg“ und auch: „Artenschutz vor Menschenschutz“, was mit dem Entschluss der Grünen klar belegt ist.

Wolfgang Hengesbach