Ortsbeirat will in Sachen Stemel mitreden

Wir d von vielen Fußgängern als gefährlich empfunden, die Ampel in Stemel
Wir d von vielen Fußgängern als gefährlich empfunden, die Ampel in Stemel
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Jetzt macht Stemel doch den Vorreiter in Sachen Bürgergremium und setzt einen Ortsbeirat ein. Auf der Bürgerversammlung, die Ortsvorsteher Christoph Schulte nach seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr in Stemel eingeführt hatte, setzte er drei zentrale Themen auf die Tagesordnung.

Stemel..  Jetzt macht Stemel doch den Vorreiter in Sachen Bürgergremium und setzt einen Ortsbeirat ein. Auf der Bürgerversammlung, die Ortsvorsteher Christoph Schulte nach seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr in Stemel eingeführt hatte, setzte er drei zentrale Themen auf die Tagesordnung.

Was wird aus der geplanten Streuobstwiese? Gibt es Interesse an einem Ortsbeirat? Wie kann auf die Planung der Stemeler Straße Einfluss genommen werden? Diese Fragen wurden im Stemeler Pfarrheim erörtert.

Streuobstwiese

Bei der Streuobstwiese war die Meinung der anwesenden Stemeler gespalten. Einige fanden die jetzt hergerichtete Fläche und Anlage so ausreichend, andere wünschten sich einen Ausbau mit Bäumen oder Blumen. Um den ursprünglichen Planungen eine Chance zu geben, einigte sich die Versammlung darauf, dass zuerst allen Stemelern eine Chance gegeben werden sollte, eine Baumpatenschaft für einen Obstbaum zu übernehmen. Entsprechende Bedingungen und Anmeldeformulare sollen in den nächsten Tagen auf der Stemeler Internetseite (www.stemel.eu) erscheinen. Sollten sich nicht ausreichend Interessenten melden, wird die nächste Bürgerversammlung entscheiden, wie weiter vorgegangen werden soll.

Idee vorgestellt

Die WISU ist im letzten Jahr angetreten, den Bürgern die Politik und den Einfluss wieder zurückzugeben. In diesem Sinne stellte Ortsvorsteher Christoph Schulte der Versammlung die Idee eines Ortsbeirates vor. Sie fand breite Zustimmung, so dass die drei Interessenten, Andreas Stein, Oliver Nemitz und Hubert Wienecke, als erste Interessenten den Ortsbeirat um Christoph Schulte bilden werden. Sie werden den Ortsvorsteher künftig bei Veranstaltungen, Ortsterminen, als Ansprechpartner und ggf. als Vertreter unterstützen – bei Stemeler Belangen.

Einfluss auf Ausgestaltung

Bei der Diskussion um eine mögliche Ausgestaltung der Stemeler Straße brandeten die Emotionen hoch. Diese große Verkehrsachse im Herzen von Stemel führt immer wieder zu Problemen und brenzligen Situationen insbesondere bei den Straßenquerungen. Daher sprachen sich alle Bürger für Maßnahmen aus, diese Straßenquerungen deutlich sicherer zu gestalten und z.B. auch über permanente Blitzgeräte überwachen zu lassen. Insbesondere die Ampelanlage, deren Signale von Autofahrern regelmäßig missachtet werden, führt zu großem Unbehagen. Hier wurde der Wunsch laut, im Bereich der Ampelanlage eine Tempo 30-Regelung einzuführen, damit die Fußgänger – insbesondere die Kinder – besser geschützt werden können. Mindestens eine weitere Querung müsse hier eingerichtet werden, forderten die Bürger für Stemel. Die Vorstellung dreht sich dabei um den Bereich um die Frankfurter Straße, der besonders häufig von Fußgänger überschritten wird. Dabei wurde von vielen Bürgern daraufhin gewiesen, dass es in Sundern möglich ist, auf wenigen hundert Metern drei Zebrastreifen zu haben. Aber auch die Lärmproblematik und die Bushaltestellen wurde von den Bürgern angesprochen. Bei der Bushaltestelle „Altenberg“, welche außerhalb der geschlossenen Ortschaft Stemel liegt, muss dringend mehr Schutz für die Schulkinder geschaffen werden. Tempo 50 war eine Minimalforderung. Leider war – trotz Einladung – kein Vertreter der Verwaltung anwesend, um die Ideen der Bürger entgegen zu nehmen.

Ortsvorsteher Schulte versprach, dass sich die WISU um diese Problematik kümmern werde. Er betonte dabei auch, dass die Stemeler CDU schon entsprechende Vorarbeit in den vergangenen Jahren geleistet habe.