Nur in Gesichter von Siegern geblickt
20.06.2007 | 09:20 Uhr 2007-06-20T09:20:56+0200Sundern. "Offensichtlich sind wir Motivationskünstler" freute sich Norbert Appelhans über den Sieg beim Wettbewerb "Mit dem Herzen dabei!". Die deutlich meisten Stimmen konnte der Ski-Club Hagen-Wildewiese auf sich vereinigen. Auf dem zweiten Platz landet
In einer kleinen Feierstunde im Sunderland-Hotel überreichte Klaus Schultebraucks, Pressesprecher der RWE Westfalen-Ems, die Urkunden und Schecks. Durchgeführt wurde der Wettbewerb von dem Energieversorger gemeinsam mit der Westfälischen Rundschau. Eingeladen waren zur Preisverleihung Vertreterinnen und Vertreter aller zehn Vereine, die eine Jury aus den Bewerbern ausgewählt hatte. Denn niemand ging leer aus.
Wie Schultebraucks in seiner Begrüßung erklärte, standen zwar vier Vereine mit Abstand an der Spitze, die sechs weiteren lagen von den Stimmenzahlen aber so nahe beieinander, dass die RWE als Organisatorin des Wettbewerbs sechs Mal den fünften Platz vergab und jeden Teilnehmer mit jeweils 250 Euro belohnte.
Am Rande eines Treffens mit Vertretern des Energieversorgers Ende des vergangenen Jahres hatte Bürgermeister Friedhelm Wolf das Gespräch auf den Wettbewerb gebracht, der zu der Zeit gerade in Arnsberg lief und vorgeschlagen, auch Sunderner Vereine auszuzeichnen. An diesen Beginn der Gespräche erinnerte der Bürgermeister bei der Preisverleihung. Schließlich engagierten sich im Stadtgebiet so viele Menschen ehrenamtlich, dass sie eine öffentliche Auszeichnung verdient haben. Obwohl es bei der Aktion "Mit dem Herzen dabei!" eine Rangfolge gibt, das Engagement aller sei auszeichnungswert. "Ich sehe in die Gesichter von Siegern", erklärte Wolf der gespannten Gesellschaft.
Es war Spannung drin, niemand wusste, welchen Platz sein bzw. ihr Verein erreicht hat und mit wieviel Geld die Arbeit unterstützt wird.
Ehrlichen Beifall gab es für alle Vereine. Schließlich war das Ergebnis ein "grunddemokratisches Votum", wie es Schultebraucks formulierte.
Die vier ersten Preisträger stellten ihre Vereine kurz vor. So lobte Klaus Hofstätter die Unterstützung der Eltern und Betreuer, die auch ihre Privatwagen zur Verfügung stellen, um die Kinder zu den Fußballspielen zu fahren. Max Evers erzählte, dass die "First Responder" der DLRG Langscheid zwei Leben retten konnten, weil sie vor dem Rettungsdienst vor Ort waren. Zu zwei Einsätzen rückte auch der jüngste Verein, die Ersthelfer aus Meinkenbracht, schon aus, wie der Vorsitzende Benedikt Blome erklärte. Einen Strukturwandel im Dorf und im Verein hat der Ski-Club Hagen-Wildewiese geschafft, erklärte Norbert Appelhans. Mit der Sportanlage auf dem ehemaligen Bolzplatz haben sich die Mitglieder einen "Traum erfüllt" und eine "Heimat geschaffen". Es gebe noch viel zu tun, da komme der Scheck der RWE gerade recht.
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