Nikolaus kommt mit Polizeistreife zu den Saubermännern

Amecke..  Gerade hatten die Amecker „Saubermänner“ um Gründer und Namensgeber Siegfried Löppenberg bei guter Laune und herrlichem Wetter die Kaffeetafel zum zehnjährigen Bestehen beendet, da ertönte zum Schrecken aller Anwesenden ein Martinshorn. Mit Blaulicht bog Sekunden später ein Polizeifahrzeug auf das Vereinsgrundstück: Doch der Schreck wurde schnell von befreiten Lachen abgelöst. Denn dem Wagen entstiegen neben dem Leiter der Sunderner Polizeiwache, Hauptkommissar Christoph Bankstahl, der Nikolaus und Knecht Ruprecht (Dieter und Rudolf Schumacher).

Rentiere zu schlapp

„Meine Rentiere wollten bei der Hitze nicht“, erklärte der Nikolaus schelmisch. Da habe er den guten Geist Sunderns, Christoph Bankstahl, gefragt, und der hätte ihn unterstützt, um zu diesen aktiven Menschen am Seeufer zu kommen: „Ich habe mich gefreut, hier helfen zu können“, so Bankstahl.

Der Nikolaus hielt unterdessen einen Rückblick: Siegfried Löppenbergs Schwager gründete die Gruppe „Heimatschützer“ in Neuenbeken und wurde so zum Ideengeber. „Das können wir hier auch“, war sich Löppenberg sicher und sprach viele Bekannte an. 14 machten sofort mit, heute sind 22 Rentner aktiv dabei. Nach dem Motto: Man kann es ändern, wenn viele anpacken, treffen sich die Herren jeden ersten Donnerstag im Monat, säubern Amecke und das Vorbecken, reparieren Bänke und mehr. „Von der Kirche können die Herren immer angesprochen werden“, lobte der Nikolaus, „und eine tolle Aktion am Brunnen ist auch gelaufen. Wer hat schon mal den Springbrunnen so schön poliert?“ Das Gebäude der alten Kläranlage wurde für die Zwecke der Saubermänner renoviert und umgebaut, ebenfalls in Eigenleistung. Eine lange Liste der Aktivitäten folgte, dann überreichte der Nikolaus, der übrigens schon seit sieben Jahren zur Jahresabschlussfeier mit Knecht Ruprecht kommt, Siegfried Löppenberg eine Urkunde für seine zehnjährige aktive Tätigkeit. Das mochte der sichtlich gerührte Rentner nicht so hinnehmen. „Das sind doch wir alle“, betonte er. „was wäre ich denn ohne euch?“ Er dankte allen Unterstützern dafür, dass sie seine Idee so mitleben, ebenfalls dem Nikolaus, seinen beiden Helfern für die gelungene Überraschung.

Nicht Radfahren auf Promenade

Für eines jedoch kann sich Siegfried Löppenberg kein Verständnis: „Da fahren doch die Radfahrer mit Tempo über die Promenade, obwohl dort der Radweg an der Straße entlang führt“, berichtet er. „Da müssen die Verantwortlichen dringend etwas ändern, damit den Besuchern nichts passiert.“