Neuausschreibung der Gastronomie am Vorbecken

Amecke Südufer des Sorpesee, Uferstraße, Parkplätze, Sundern (Sauerland), Südwestfalen, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Amecke Südufer des Sorpesee, Uferstraße, Parkplätze, Sundern (Sauerland), Südwestfalen, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
„Leider ist es so, dass es keinen Betreiber für eine Gastronomie am Vorbecken gibt“, fasste Sunderns Beigeordneter Meinolf Kühn in einem Satz im Haupt- und Finanzausschuss die Situation an der neuen Uferpromenade zusammen

Sundern/Amecke..  „Leider ist es so, dass es keinen Betreiber für eine Gastronomie am Vorbecken gibt“, fasste Sunderns Beigeordneter Meinolf Kühn in einem Satz im Haupt- und Finanzausschuss die Situation an der neuen Uferpromenade zusammen. In der Vorlage hatten er und Planer Lars Ohlig die Situation detailliert dargestellt. Ihre Maßgabe: „Es sollte möglichst bald etwas passieren.“

Weiter stellte Bürgermeister Detlef Lins dar, dass es nicht so sei, dass sich niemand interessiert habe: „Wir haben Angebote, nur kein konkretes. Ein Anbieter will erst in einem halben Jahr mit seinem Projekt an die Öffentlichkeit. Wir haben eine realistische Chance, ein gutes Konzept an dieser Stelle zu vermarkten.“ Lins verwies auch auf die Bezüge zum Neheimer „R-Cafè“: „Die Lage an der Sorpe ist rein touristisch geprägt, in Neheim hat man sogar einen direkten Anschluss an die Autobahn.“ Auch Antonius Becker (Grüne) betonte, dass die Ausgangslage dort eine ganz andere gewesen sei.

Große Löffel für gute Tage

Das Problem in Amecke sei, dass man im Sommer wahrscheinlich nicht wisse, wohin mit all den Menschen: „Im Winter vermuten dann viele tote Hose“, so Lins. Der bisherige Winter habe aber gezeigt, dass es an der Uferpromenade durchaus auch bei schlechtem Wetter genügend Besuch gäbe, der auf eine Auslastung einer Gastronomie hinweise. Aus der Erfahrung seiner Zeit als Geschäftsführer der Sorpesee GmbH fügte er hinzu: „Dort werden auch 80 Prozent des Umsatzes an 20 guten Tagen gemacht.“ Man müsse eben große Löffel haben, wenn es Brei regne.

Kritik gab es vom Fraktionschef der SPD, Michael Stechele: „Mich irritiert die Leichtigkeit, mit der hier diskutiert wird. Die Euphorie, wie schnell die Vorleistungen zurück zu bekommen sind, ist vorbei.“ Er plädierte, wie aber auch alle anderen Fraktionen, sich der Variante 3 (Neuausschreibung) zu nähern. Stechele warnte aber davor, preislich etwas zu ändern: „Wir sind auf dieses Geld angewiesen“, verwies darauf, dass die Summe ja im Haushalt 2015 bereits eingestellt ist.

Auch Siegfried Huff (Die Linke) schlug vor weiterzumachen: „Wir können nicht auf halben Weg stehen bleiben.“ Man solle auch den Pott für die Bewerbung des Verfahrens erhöhen und ungewöhnliche und offensive Weg gehen. Marc-Oliver Stiewe warnte vor einer Erbpachtlösung: „In der Niedrigzinsphase bringt das nichts. Da holt man sich das Geld bei der Bank.“

Breit streuen

Letztlich entschied man sich für die erneute Durchführung eines Investorenverfahrens (siehe Infobox). Sebastian Booke (CDU) empfahl dazu, den Aufwand für die Vermarktung zu erhöhen und die Information breit zu streuen. Meinolf Kühn abschließend: „Wir brauchen ein werthaltiges Konzept.“