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Mofas brettern durch Enkhausen

14.10.2012 | 17:13 Uhr
Mofas brettern durch Enkhausen
Beim Mofarennen in Enkhausen gabs auch rassige ÜberholmanöverFoto: Beate Feische

Enkhausen.  Der Traum eines jeden Mofafahrers wurde am Samstag in Enkhausen Wirklichkeit. Mit einem getunten Gefährt auf die Strecke gehen, das wünschen sich nicht nur kleine, sondern auch große Jungs.

Der Traum eines jeden Mofafahrers wurde am Samstag in Enkhausen Wirklichkeit. Mit einem getunten Gefährt auf die Strecke gehen, das wünschen sich nicht nur kleine, sondern auch große Jungs. Vor eine Jahr kam eine Wette zwischen zwei Enker Stammtischen zustande: „Unsere Mofas sind schneller!“ Ein Wettrennen wurde ausgelobt.

Ruckzuck war die Idee im ganzen Ort bekannt, und ebenso schnell kamen andere Gruppierungen mit der Frage: „Können wir mitmachen?“ „Dabei blieb es nicht“, erzählt Mitorganisator Stefan Mimberg. „Wir hätten hier ein Riesenevent draus machen können.“ Von überall kamen Anfragen, die jedoch immer negativ beantwortet wurden. „Wir wollten hier keinen harten Wettbewerb, es soll einfach Spaß machen“, erläutert Stefan Mimberg die Frage „Warum?“ Acht Enker Teams fanden sich jedoch zusammen um – ganz privat, auf privatem Grund und Boden – den Tag zu gestalten.

Mofas wurden umgebaut und frisiert. Die Mofärheads waren besonders stolz auf ihr Gefährt. „Das war eine ganz normales, original Mofa“, erzählen sie. „Dann wurde rundum erneuert!“ Fahrgestell und Tank, der mit dem Mofärhead Emblem verziert wurde, blieben original. Ansonsten: Neuer Vergaser, neue Reifen, neue… einfach ­alles neu und verbessert.

Wie das Mofa getunt wurde, bleibt aber das Geheimnis eines jeden Teams. Gemeinsam wurde die Wiese zur Rennstrecke umgebaut und gesichert. Samstagmittag um 13 Uhr ging es zum ersten Mal auf die Strecke. Die Mofärheads, die Puschels, die Wernersens, Team König, Lörrers-Fighters, Black Panthers, Mofa Angels und das Team Schwester Eulalia traten gegeneinander bei Proberunden an. Um 14 Uhr wurde es ernst:

Vier Stunden immer mit demselben Mofa Runden abreißen – nach 12 Runden einen Fahrerwechsel absolvieren, und weiter geht’s. Da röhrten die kleinen Motoren ganz groß. Doch immer wieder fielen sie aus, gab es Probleme mit der Zündung oder mit der Schaltung. Das verursachte jedoch keine Panik, denn ein gut ausgestattetes Fahrerlager, in dem die „Chefmechaniker“ warteten, brachten die Fahrzeuge wieder in Schwung. Ab aus der Boxengasse auf die Strecke, und weiter ging die Fahrt mit durchdrehenden Reifen und weit nach hinten spritzendem Dreck.

Das Wetter spielte auch den ganzen Tag mit. Denn wäre die Rennstrecke durch Regen zu rutschig geworden, hätten die Organisatoren das Spektakel abgebrochen. So jedoch konnten die Zuschauer, die sich bei Kaffee und Kuchen sowie Gegrilltem stärkten, den Tag ebenso genießen wie die Fahrer. Am Abend luden alle die straßenuntauglichen Mofas wieder auf die Anhänger, glücklich über einen gelungenen Tag mit viel Spaß und gespickt mit neuen Erfahrungen.

Ob das Rennen noch einmal wiederholt wird, wissen die Organisatoren noch nicht, denn wie schon zu Beginn gesagt, es stand der Spaß dahinter und nicht der Wille, unbedingt etwas Neues zur Tradition werden zu lassen.

Zum Schluss lag Team 8 - Schwester Eulalia - mit 172 geschafften Runden vorn. Dicht gefolgt von Team 2 - Die Puschels - mit 162 Runden und Team 3 - Die Wernersens - mit 142 Runden. Die schnellste Runde des Rennens fuhr Markus Goreski mit einer Zeit von 1:10:39 Minuten.

Beate Feische

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