Meinnungen stoßen sich

Schulzentrum Sundern aus der Luft.
Schulzentrum Sundern aus der Luft.
Foto: Hans Blossey
Was wir bereits wissen
Dicke Luft im kleinen Sitzungssaal. Denn beim Thema Sekundarschule trafen die Meinungen frontal aufeinander.

Sundern..  Dicke Luft im kleinen Sitzungssaal. Denn beim Thema Sekundarschule trafen die Meinungen frontal aufeinander: Die SPD, flankiert von Anke Rose von den Grünen, machte deutlich: „Seit 2012 wird der Zeitbedarf wie eine Monstranz vor sich hergetragen und wird jetzt auch noch an die jungen Leute weitergereicht“, urteilte Michael Stechele. Man wolle endlich den Elternwillen erfragen: „Aber es wird immer behindert.“ Die SPD wolle nicht die gute und erfolgreiche Schulen zerschlagen, sondern sie zu einem zukunftsfähigen System zusammenfügen: „Aber nur, wenn es auch die Eltern wollen.“ Schlecht sei es, die Sekundarschule zu bilden, wenn man es tun müsse. Jetzt habe man alle Zeit, um so eine Schule zu gestalten, warnte Birte Hirschberg (SPD): „Wir müssen in dem Verfahren bestimmen.“

Zu früh, um Gebäude einzusparen

Die CDU-Fraktion um Stefan Lange hatte da andere Vorstellungen: „Es ist absolut nicht notwendig, dies zu tun. Außerdem ist es zu früh, um ein Gebäude einzusparen.“ Den Schulkompromiss habe es in Düsseldorf gegeben, das sei richtig: „Aber diese Schulform soll nur da eingeführt werden, wo sie auch notwendig ist.“ Gemeint sind Städte, wo das System durch den demografischen Wandel ausgedünnt ist. Lange plädierte dafür, sich nach den Ferien die Sekundarschulen in Arnsberg anzusehen, und auch über den Raumbedarf in Sundern zu informieren.

Unterstützt wurde seine Argumentation durch Andreas Bahde (WISU): „In der Aufbauphase wird nicht Geld gespart, sondern mehr ausgegeben. Die Bezirksregierung trennt die Schulen strikt, es muss zwei Lehrerzimmer geben, zwei Direktorenzimmer.“ Außerdem müsse die neue Schule komplett ausgestattet werden. Von den Schülerzahlen gesehen, gebe es in Sundern keine Notwendigkeit.

Neue Informationen brachte auch der kurze Vortrag von Matthias Mörstedt, der als Schulentwicklungsberater in Hagen-Haspe neben seinem Job als kommissarischer Leiter der Hauptschule Sundern engagiert ist. Er fand den SDP-Plan als sehr ambitioniert, selbst eine Einführung für 2017/18 sei schon zeitlich begrenzt. Sein Augenmerk legte er auf das pädagogische Konzept. Er riet, weg von der negativen Konnotation bei der Sekundarschule zu kommen.