Mehr Findung als Wahlkampf

Für das Frühjahr und den Sommer 2015 hatten alle Parteien Wahlkampf im Terminkalender notiert. Der jetzige Zeitplan ist nun aber ein wenig verrutscht, denn noch gibt es ja keine Namen. Die heiße Phase, direkt nach der Nicht-Wiedernominierung von Detlef Lins, in der wild Namen gehandelt wurden, ist wieder abgeklungen. Somit ist den Parteien eines gelungen: Sie haben Ruhe in die Findung von Kandidaten oder Kandidatinnen gebracht. Insofern war das Einsetzen von Kommissionen genau das richtige Mittel, um das Spekulieren und Namen in den politischen Raum rufen, in ordentliche demokratische Bahnen zu lenken.


Wohin das Ganze führt, lässt sich wegen der fehlenden Akteure nicht genau sagen. Eines ist aber Fakt: Das gemeinsame Handeln der sogenannten gestalterischen Mehrheit erhöht die Chance, einer von dieser Gruppierung ins Rennen geschickten Person. Denn sie wird von fünf Parteien unterstützt, der/die Kandidat/in der CDU eben nur von einer. Angesichts dieser Situation wittert das politische Fünfer-Bündnis Morgenluft, dass in Sundern erstmals in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg, also über 70 Jahre lang, kein CDU-Bürgermeister die Amtskette mit dem Hl. Johannes tragen wird.


Also läuft derzeit zunächst ein Wahlkampf mit gebremsten Schaum. Die heiße Phase beginnt erst dann, wenn die Findungskommissionen jemanden gefunden haben und diesen Namen öffentlich machen. Warten wir es ab!