Löschgruppe beendet engagierten dreijährigen Dauereinsatz

Stemel..  Ungezählte Stunden im fünfstelligen Bereich für die Feuerwehr, das Ehrenamt: Für die Wehrleute der Löschgruppe Stemel gehörten diese Stunden in den letzten drei Jahren zum Alltag. 2012 konnte endlich der große Traum eines modernen Feuerwehrgerätehauses in Angriff genommen werden. Die 21 aktiven Feuerwehrkameraden, aber auch ihre Familien und freiwillige Helfer, fassten kräftig mit an, als die Stadt Sundern die bis dahin vermietete Wohnung im Gebäude für Erweiterung des Gerätehauses frei gab.

Verbindung im Haus hergestellt

Es gab viel zu tun: Eine Verbindung zwischen den Gebäudeteilen musste hergestellt werden, umgebaut, das Flachdach erneuert, Türen und Fenster saniert, gestrichen, gemauert und mehr. Nun endlich konnte es bezogen werden. Ein doppelt bedeutender Tag, denn gleichzeitig wurde das neue LF 10/6, das nun schon seit einiger Zeit den Platz in der Garage einnimmt, geweiht werden. Es wurde von den Kameraden selber bei Magirus in Ulm abgeholt und ersetzt das 29 Jahre alte LF 8, das nun in Hachen für das ausgemusterte TSF eingesetzt wird. Das neue LF 10/6 besitzt den sehnlichst gewünschten 800 l Wassertank, wiegt bei 170 PS sieben Tonnen. Sein großer Vorteil, es darf noch mit dem alten Führerschein Klasse drei gefahren werden, so dass man nicht auf einen ausgebildeten Lkw-Fahrer angewiesen ist.

Ein Ehrentag für die Löschgruppe

Am Ehrentag begrüßte Löschgruppenführer Oberbrandmeister Tobias Pommeranz die, trotz des regnerischen Wetters, zahlreich erschienenen Gäste. Vertreter aller Löschgruppen und des Löschzuges Sundern kamen um zu gratulieren. Fachbereichsleiter Stephan Urny gratulierte ebenso wie Stadtbrandmeister Peter Risse und sein Stellvertreter Rainer Albers. Bürgermeister Detlef Lins ließ es sich trotz eines durch eine Operation schonungsbedürftigen Knies nicht nehmen, vorbei zu schauen.

Seit 2004 war ein moderneres Feuerwehrgerätehaus in Stemel im Gespräch, das alte entsprach schon lange nicht mehr den heutigen Standards. Nach der Freigabe der Wohnung war „Stemel an der Reihe unterstützt zu werden“, so Lins. 117 000 Euro kostet das Fahrzeug in der Grundausstattung, die zusätzlichen Ausrüstungsgegenstände wie ein z.B. Lichtmast weitere 34 800 Euro. Von den 50 000 Euro, die das Material zur Renovierung gekostet hat, haben die Kameraden 20 000 Euro durch Spenden eingenommen, 30 000 Euro übernahm die Stadt. „Danke an alle, die sich hier so eingesetzt haben“, betonte Tobias Pommeranz in seiner Rede.

Sextett hilft gemeinsam

Für Bastian Blume, Fabian Scheffer, Günter Blume, Michael Werthschulte, Stefan Fischer und Reinhard Bürger gab es ein kleines Dankeschön-Präsent, denn sie setzten sich enorm ein, ohne der Feuerwehr anzugehören. Detlef Lins dankte den Kameraden ebenfalls herzlich für den ehrenamtlichen Einsatz. Zum Beitrag der Stadt meinte er: „Das ist gut investiertes Geld. Gute Ausstattung ist lebensrettend und wichtig. Aber wir sind es auch den Kameraden und Kameradinnen schuldig, denen größter Respekt gebührt!“

Viele Stunden auf Partner verzichtet

Stadtbrandmeister Peter Risse dankte den Feuerwehrkollegen/innen sowie deren Partnern. „Sie haben auf viele gemeinsame Stunden verzichten müssen.“ Pastor Otto Dalkmann weihte dann die Räume und das Fahrzeug. Auch er lobte den Einsatz der Wehrleute, der oft unter dem Einsatz des eigenen Lebens erfolgt. So wählte er auch die Predigt nach Johannes 15, 13. „Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt. Feuer kann Gold reinigen, aber es kann auch zur Gefahr werden, betonte er dann und wünschte, dass alle Wehrleute immer heil zurückkommen.