Lins-Schreiben an Mitarbeiter irritiert

Detlef Lins kandiert im Mai 2014 nicht
Detlef Lins kandiert im Mai 2014 nicht
Foto: WP
Bürgermeister Detlef Lins untersagt Verwaltungs-Mitarbeitern, direkt Auskünfte an die Sunderner Politik zu geben.

Sundern..  Neue Unruhe in Sundern: Bürgermeister Detlef Lins irritiert die Sunderner Politik mit einem internen Verwaltungsschreiben, in dem er es den Mitarbeitern seines Hauses untersagt, direkt Auskünfte an die Sunderner Politik zu geben. „Aus gegebenem Anlass bitte ich darum, sämtliche Anfragen, Bitten um Ortstermine oder Besprechungen sowie Stellungnahmen von politischen Vertretern abzulehnen und darauf hinzuweisen, dass eine Beantwortung bzw. Diskussion politischer Themenfelder nur über den Bürgermeister oder den Beigeordneten erfolgen könne“, schreibt Lins an seine Mitarbeiter.

Ausdrücklich schließt Lins Anfragen von Vertretern des Rates oder seiner Ausschüsse und auch Ortsvorsteher mit ein.

Stechele (SPD): „Nicht akzeptabel“

Das auf den 24. März datierte Schreiben liegt unserer Redaktion vor und war auch schon Ratspolitikern zugespielt worden. „Ich bin überrascht und irritiert“, sagt Stefan Lange (CDU) „Es gibt viel zu hinterfragen, warum die Situation so ist, wie sie ist.“

Michael Stechele (SPD) spricht von einem „vordemokratischen Maulkorb“, der nicht akzeptabel sei. Politik könne ihren Auftrag so nicht erfüllen und Mitarbeiter würden „entmündigt“.

Hans Klein (WISU) glaubt den Grund des Bürgermeister-Erlasses an seine Mitarbeiter zu kennen. Amecker Politiker und Ortsvorsteher hätten kürzlich zum Thema Parkbewirtschaftung am Vorbecken bei Verwaltungsmitarbeitern vorgesprochen und am Bürgermeister vorbei einen Ortstermin vereinbart. Auch ihm sei von der Verwaltungsspitze unterstellt worden, dreist verhandelt zu haben. Das habe Detlef Lins offenbar nicht gefallen.