Kinder wagen sportliche Abenteuer
05.02.2012 | 16:43 Uhr 2012-02-05T16:43:00+0100
Sundern.Abenteuerhöhle, Kletterwand und Schwimmspaß – ein Wochenende zum Austoben. Zwölf Kinder aus dem Kinder- und Jugendheim des Familienhilfezentrums Marienfrieden erprobten beim Abenteuersport in der Willy-Weyer-Schule in Hachen ihre Grenzen.
Die 19-jährige Verena Maas entwickelte im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres das pädagogische Konzept, mit dem Ziel, den Kindern anhand von sportlichen Aktivitäten etwas mit auf den Weg zu geben. „Mit dem Abenteuersport sollen die Kinder austesten, wie weit sie gehen können und eigene Erfahrungen sammeln, dazu gehört Mut und gegenseitiges Vertrauen.“
Den Kontakt zum Kinder- und Jugendheim wünschte sich Verena Maas, weil es für die Kinder etwas ganz Neues sei, wozu sie bisher nicht die Möglichkeit hatten. Mit entsprechender Begeisterung traten die 8- bis 14-Jährigen das sportliche Wochenende an. Die eisigkalten Temperaturen nahmen die Kids gar nicht wahr. In der stockdusteren Abenteuerhöhle im Feriendorf krabbelten die Mutigsten als Erstes durch, andere waren etwas zögerlich. „Ich habe mich nicht ganz durchgetraut. Das war total dunkel“, gab einer der Jüngsten zu, dafür war er als erstes auf der „Chinesischen Mauer“.
In der Sporthalle wurde ein Abenteuerparcours mit sechs Stationen aufgebaut. Auf der „Chinesischen Mauer“ aus Matten balancierten die Kinder auf allen Vieren und mussten das Gleichgewicht halten, beim Klettern entschieden sie selbst, wie hoch sie können.
Am meisten freuten sich aber alle auf das Schwimmbad. Auch dafür hat Verena Maas mit der Hilfe von Robin Müskens und den Betreuern vom Kinder- und Jugendheim Claudio Fondacaro und Laura Scholz ein Programm auf die Beine gestellt. Das „Aquafun“ bestand aus Wasserball, Tauchspielen und Parcourspielen mit Ringen und Bällen. Wer nach dem aufregenden Tag nicht todmüde ins Bett gefallen ist, konnte an einem DVD-Abend teilnehmen.
Am Sonntag ging es sportlich weiter. Endlich durften die Kinder die große Kletterwand hochsteigen. Darauf haben sich alle gefreut. „Mir macht es total viel Spaß, mit Kindern zusammenzuarbeiten. Ich leiste schon seit Jahren Trainingsarbeit, aber so ein Wochenende zu managen ist Neuland für mich“, sagte Verena Maas.
Mit der Planung für dieses Abenteuerwochenende hat sie schon im November begonnen. An den strahlenden Gesichtern der Kinder und Jungendlichen sah man, dass sich die langen Vorbereitungen gelohnt haben.
0mitdiskutieren