Karneval muss sicher sein – Zug in Sundern wird laufen

Der Karnevalszug am Sonntag in Sundern wird laufen uner Einhaltung der Sicherheitsvorgaben.
Der Karnevalszug am Sonntag in Sundern wird laufen uner Einhaltung der Sicherheitsvorgaben.
Foto: WP
Wenige Tage vor dem Karnevalszug am Sonntag, 7. Februar, hat ein Schreiben der Stadt Sundern für heftige Diskussionen bei den Narren gesorgt.

Sundern.. Wenige Tage vor dem Karnevalszug der „Flotten Kugel“ am kommenden Sonntag, 7. Februar, durch die City hat ein Schreiben der Stadt Sundern für heftige Diskussionen bei den Narren gesorgt. Mit Hinweis auf einen Unfall bei einem Karnevalsumzug im Jahr 2013 hat das Ordnungsamt die Einhaltung des seit Jahren abgestimmten Sicherheitskonzeptes eingefordert. „Niemand will den Zug gefährden“, sagt dazu Bürgermeister Ralph Brodel.

Rückblick: In der Sicherheitsbesprechung der KG „Flotte Kugel“, die Zugführer Meinolf Voss am 13. Januar leitete, hatte man an alle beteiligten Wagenbauer die geforderte Zahl von vier Sicherheitspersonen, sogenannten Wagenengeln, weitergegeben.

Hintergrund Es erfolgte von Voss auch der Hinweis, dass pro Achse des Fahrzeugs zwei Personen erforderlich seien, aber eine Ausnahmegenehmigung von Bürgermeister Detlef Lins dies pro Wagen auf vier Personen begrenze: „Dieser Information hat niemand in der Sitzung widersprochen“, berichtet Zugleiter Voss. Anwesend waren alle Wagenbauer sowie die für die Zugsicherheit relevanten Gruppen wie Polizei, DRK, Feuerwehr und das Ordnungsamt mit Vertretern.

Nach einer Krisensitzung am Montagabend hat der Vorstand der „Flotten Kugel“ Sundern um Präsident Bernd Zöllner alle Wagenbauer und Gruppen über das nun geforderte Personal am Wagen informiert.

Gleichzeitig gibt aber der Vorstand auf der anderen Seite Entwarnung: „Der Zug wird in jedem Fall laufen“, versichert Meinolf Voss. Im Sinne des Karnevals in Sundern hofft man nun bei den Rot-Weißen, dass genügend „Wagenengel“ von den Gruppen bereitgestellt werden können, wenn Sonntag um 14 Uhr Start zum Karnevalszug 2016 am Marktkauf-Parkplatz ist.

Stadt Sundern möchte Risiken verhindern

Bei der Stadt Sundern möchte man verhindern, dass gerade in den Engpässen des Zugweges in der Innenstadt wie am Schirgiswalder Platz oder in Höhe des Lockweges und der Johannes-Kirche Personen unter die Räder und zu Schaden kommen. Bürgermeister Ralph Brodel im Gespräch: „Niemand möchte, dass ein Kind überrollt wird.“ Allerdings seien die Vorgaben nicht bei der Stadt Sundern entstanden.

Neben dem Spaß hat der Karneval auch eine ernste Seite

Nach dem Loveparade-Unglück 2010 sind die Sicherheitsanforderungen an Großveranstaltung neu gewichtet worden. Die allgemeinen Maßgaben aus dem Innenministerium, sagt Bürgermeister Brodel, werden örtlich angepasst. Dass sei auch mit der „Flotten Kugel“ schon viele Jahre ständig fortgeschrieben worden.

Die Regeln werden den Wagenbauern jährlich in einer dem Zug um etwa vier bis sechs Wochen vorgelagerten Sicherheitsbesprechung mitgeteilt. Wer nicht teilnimmt, ist auch Sonntag nicht im Zug dabei.

Eine besondere Situation habe sich dann im Karneval 2015 ergeben: Da die „Flotte Kugel“ nach einer Führungskrise personell eine dünne Decke hatte, setzte Bürgermeister Lins ausnahmsweise die Zahl der Wagenengel auf vier fest. Gleichzeitig verweist Brodel zusätzlich darauf, dass sich jeder der Verantwortlichen bei einem anderen Handeln strafbar machen würde.

Das Ordnungsamt der Stadt behält sich aber vor, Wagen eine Teilnahme am Zug zu verweigern, wenn die notwendige Zahl der Wagenengel nicht vorhanden ist: „Dann muss eben einer vom Wagen runter und neben dem Wagen gehen“, macht Ralph Brodel klar. Denn es gehe ja um den Spaß für die Menschen an der Straße, und das bitte gefahrlos.

Frühzeitige Information für 2017

Um letzte Unklarheiten auszuräumen gibt es nochmals ein Gespräch zwischen dem Präsidium der „Flotten Kugel“ und der Verwaltungsspitze. „Und für den Zug 2017 von der Stadtverwaltung eine frühzeitige Mitteilung“, erklärt Bürgermeister Brodel.

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