Kaffee in Kenia gepflückt

China-Gruppe1 aus Sundern war mit der Stiftung Weltklasse in China.
China-Gruppe1 aus Sundern war mit der Stiftung Weltklasse in China.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Gleich drei Gruppen des städtischen Gymnasiums waren im Rahmen der jüngsten Kampagne von Stiftung Welt:Klasse unterwegs: Zwei Gruppen pflanzten Bäume in Shang Quing im Nordwesten Chinas und eine Gruppe half auf einer Farm in der Nähe von Nairobi/Kenia bei der Ernte und pflanzte auch neue Bäume. Eines stand aber für alle im Vordergrund: Land und Leute kennenlernen.

Sundern..  Gleich drei Gruppen des städtischen Gymnasiums waren im Rahmen der jüngsten Kampagne von Stiftung Welt:Klasse unterwegs: Zwei Gruppen pflanzten Bäume in Shang Quing im Nordwesten Chinas und eine Gruppe half auf einer Farm in der Nähe von Nairobi/Kenia bei der Ernte und pflanzte auch neue Bäume. Eines stand aber für alle im Vordergrund: Land und Leute kennenlernen.

Das sieht auch die Koordinatorin für die Stiftung Welt:Klasse, Cordula Wallechner so: „Ich bin absolut von der Nachhaltigkeit des Projekt überzeugt und glaube, dass es für jeden Schüler eine unglaubliche Chance zur Persönlichkeitsentwicklung ist, wenn er an dieser Reise teilnehmen kann.“ An der Schule laufen schon die Vorbereitungen für die nächste Kampagne. Cordula Wallechner hat mit einigen anderen Lehrern ihre Gruppe in den Osterferien in Kenia besucht und sich selbst ein Bild gemacht: „Es war eine wirklich gute Erfahrung“, betont die Pädagogin, die die Kosten selbst getragen hat.

Per Los in die Gruppe

Dank geht von ihrer Seite an die vielen Sponsoren, die schon zum Teil seit Jahren helfen, die jeweils vierköpfigen Gruppen aus Sundern: „Das ist ganz unterschiedlich: Einige übernehmen die Förderung eines Platzes, andere geben 50 Euro.“ Durch die Vielzahl der Firmen und Privatpersonen ist aber die Reise jeweils zu finanzieren, so dass Stiftung Welt:Klasse auch im kommenden Schuljahr weitergeht. Da es immer mehr Bewerbungen als Plätze gibt, wurde auch in diesem Jahr wieder zwischen den geeigneten Schülern/innen gelost.

Mit den jeweiligen Umstellungen sind die Schüler gut zurecht gekommen: „Wir sind ja auf die Armut und das Essen vorbereitet. Dass es anders ist als daheim, ist ja klar. Daher war es auch kein Kulturschock“, meint Constantin Miederhoff. In Kenia sei die Zufriedenheit der Bauern mit dem, was sie hätten, erstaunlich. An eine Flucht nach Europa, so die Schüler zu aktuellen Diskussion, denke dort niemand. Die Vierergruppe ist sich einig: „Wenn noch mal Kenia, dann aufs Land“, so Lea Bruchhage. Fazit aller Schüler: Man weiß nach den vier Wochen sehr zu schätzen, was man daheim hat.

Neu ist bei den Kenia-Besuchen, dass die Stiftung nun mit einer Grundschule zusammenarbeitet: So vermitteln die deutschen Schüler auch dort demnächst Grundzüge von Englisch.

Flieger startet verspätet

Was bleibt, sind starke Erinnerungen. So an den Flug der ersten Chinagruppe, die wegen Schneechaos in Frankfurt fünf Stunden im Flieger saß, bevor es losging: „Dadurch haben wir in Peking unseren Anschlussflug verpasst“, berichtet Larissa Dyrbus. In der Folge mussten sich das Quartett aus Sundern selbstständig, ohne große Kenntnisse der chinesischen Sprache, bis zum Ziel in Dali durchbeißen.

Viel hänge dann vor Ort von den jeweiligen Koordinatoren ab: „Da hatten wir Glück und haben durch Studenten, die wir zufällig kennengelernt haben, einige interessante Ort gesehen“, berichte Antonia Pott. Die Arbeit empfanden die Schüler als anstrengend, obwohl es ja nur „Bäume einbuddeln“ gewesen sei. Aber wie vor 100 Jahren.