Junge Endorfer geben Gas

Jugendworkshop Endorf
Jugendworkshop Endorf
Foto: WP
Was wir bereits wissen
„Was wünscht sich die Jugend für ihr Dorf?“ fragten sich die Endorfer Erwachsenen im Rahmen eines Treffens des „Zukunftsworkshops Endorf“.

Endorf..  „Was wünscht sich die Jugend für ihr Dorf?“ fragten sich die Endorfer Erwachsenen im Rahmen eines Treffens des „Zukunftsworkshops Endorf“. Schnell zeigten sich einige Jugendliche bereit, einen eigenen Jugendworkshop mit zu organisieren um die Frage zu beantworten. Anna Baumeister vom Jugendbüro Sundern und Sven Schneider vom Mosaik Team erklärten sich, wie schon in zwei anderen Ortschaften, bereit auch in Endorf mit den Jugendlichen Zukunftspläne zu erarbeiten.

Viele Fragen offen

Was ist demographischer Wandel? Warum ist es wichtig, mich für meinen Ort zu interessieren? Will ich hier wohnen bleiben, zum Studieren ausziehen und wiederkommen oder gar ganz fortziehen? „Diese Fragen beschäftigten die Kinder und Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 Jahren zu Beginn“, erklärte Anna Baumeister den Ablauf des Tages. Dann gingen die Kinder ans Werk, um Pläne zu schmieden und ihre Vorstellungen auszuarbeiten. 15.30 Uhr war es dann so weit, die Ergebnisse konnten interessierten Endorfern vorgestellt werden. Unter ihnen natürlich Pastor Ralf Thelen und Ortsvorsteher Reiner Tillmann. Bürgermeister Detlef Lins musste einen Termin mit der Partnerstadt Schirgiswalde wahrnehmen und sich deswegen entschuldigen lassen, obwohl ihn sehr interessiert, was in seinem Heimatort passieren soll.

Themen im Brainstorming gefunden

Beim Brainstorming hatten sich schnell die Hauptthemen herauskristallisiert. Gemeinsame Freizeitfahrten könnten unter dem Motto „Die Jugend hat Spaß und wir geben Gas“ durchgeführt werden. Das Projekt Jugendraum, der zwei Mal in der Woche und am Wochenende geöffnet haben sollte, wurde erörtert. „Ob Jung oder Alt, für Freizeit ist man bereit“, fand eine dritte Gruppe, die die bestehenden Freizeitanlagen reparieren möchte und „Ratz Fatz zum Beachvolleyballplatz“ wollte die vierte Gruppe gelangen.

„Es ist einfach toll, was hier geschafft wurde“, zeigt sich Reiner Tillmann von den vorgestellten Ergebnissen begeistert. Denn alle Teilnehmer hatten nicht nur ihre Wünsche geäußert, sondern auch Möglichkeiten gesucht, diese mit viel Eigeninitiative zu verwirklichen. „Sponsorensuche“ war bei allen angesagt, Waffelverkauf wurde u.a. vorgeschlagen und auch das eigenen Portemonnaie in Gedanken schon um einige Euros erleichtert. Aber bei den Aktivitäten sind die Kinder und Jugendlichen immer auf die Unterstützung der Erwachsenen angewiesen. „Wer übernimmt die Aufsicht, die Verantwortung? Wer kann fachlich unterstützen?“ Diese Fragen konnte niemand beantworten, daran soll nun wohlwollend von den Erwachsenen gearbeitet werden. „Das ist wirklich ein Problem“, meint Reiner Tillmann. „Ein Beachvolleyballplatz ist gar nicht so schwierig zu erstellen, aber wer übernimmt die Aufsicht, wer die Pflege?“