Das aktuelle Wetter Sundern 10°C
Sundern

In wenigen Monaten schon viel gelernt

20.06.2007 | 09:23 Uhr

Sundern. Zum sonnigen Wetter draußen passte die Musik drinnen. "Cäcilia Nova" stellte sich bei seinem ersten Auftritt mit einem munteren, frühlingsfrischen Programm vor. Das Publikum bedankte sich mit begeisterten Applaus.

Es waren eher einfache Lieder, aber schon sicher dargebracht, die der Chor unter der Leitung von Jochen Walter sang. Da zeigte sich die engagierte Probenarbeit, denn "Cäcilia Nova" singt erst seit Januar regelmäßig.

Nils Riemann, Vorsitzender des Männerchores, verriet in seiner Begrüßung, wie es zu dem neuen Chor kam. Für die Weihnachtskantate, komponiert von Professor Michael Schmoll, wurde ein gemischter Chor gebraucht. Etliche Frauen meldeten sich, sangen bei den Aufführungen Ende 2005 und Anfang 2006 - und wollten dann nicht mehr aufhören mit dem Gesang.

So gründete die Cäcilia einen "Chor im Chor" (die WR berichtete). Bisher stammen die Männerstimmen aus ihren Reihen. Der Verein hofft mit dem Auftritt und weiteren Veranstaltungen neue singende Mitglieder gewinnen zu können.

So waren in der Konzertfolge auch immer wieder kleine "Werbebotschaften" eingebaut. Das "Come together" beider Chöre zum Auftakt des Abends ebenso wie ein launiges "Die Sangeslust ist ungebrochen", das die Männer alleine anstimmten.

Noch einmal an den Mai und den Lenz erinnerte "Cäcilia Nova", bewies aber auch, dass Spirituals wunderbare Chorstücke sind. Aber auch mit Schlagern kennen sich die Sängerinnen und Sänger aus. "Marina" aus alter Zeit wurde bei ihnen wieder munter und Udo Jürgens hätte sicherlich Freude an der Interpretation seiner Lieder gehabt.

Einen völlig neuen und auch ungewohnten Klang steuerte Wolfgang Bitter bei. Er hatte seinen "Design-Flügel" aufgebaut und wechselte munter zwischen alt, modern, Klassik und Swing.

Was alles in dem von ihm entwickelten Instrument steckt, holte er bei einer eigenen "Improvisierten Sinfonie für elektronische Musiker" heraus. Seine Fingerfertigkeit und die Möglichkeiten des elektronischen Instruments ließen das Publikum in einem wahren Beifallssturm ausbrechen. Viel Applaus gab es auch für seine Interpretation von Mozart-Stücken in einem Medley, der Sinfonie "Aus der neuen Welt" von Antonin Dvorak und einem Satz aus "Pomp and Circumstance" von Edward Elger. Für Klassikfreunde eher gewöhnungsbedürftig. Sein Instrument hatte einen harten und deutlich elektronischen Klang. Die Schwingungen eines Orchesters kamen nicht durch. So war es doch beruhigend zu erleben, dass ein ganzes Sinfonieorchester doch nicht in einen elektronischen Flügel gepackt werden kann.

Von Sabine Metzler

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/1913556/create

Aktuelle Fotos und Videos
Schützenfest in Enkhausen
Bildgalerie
Peter Brands regiert
Unwetter über Sundern-Amecke
Bildgalerie
Unwetter
Arnsberger Woche 2012
Bildgalerie
Fest
Reitturnier in Hellefeld III
Bildgalerie
Reiten
Aus dem Ressort
Mr. Bürgerbus mit neuem Coup
Bürgerbus
Der Bürgerbus fährt nun zwei Mal im Monat zum Neuenrader Gartenbaucenter.
Nachfolger für Luca gesucht
Kinderschützenfest
Bevor die Großen Anfang Juli zu ihrem Recht kommen, suchen die Kleinen am Samstag ihren König.