Hütten der Patres in Brand gesetzt

Sundern..  Schlimme Nachrichten haben die Sundern Kirchengemeinde St. Johannes aus dem Süd-Sudan erreicht: Der Stelyler-Missionar Pater Francis, der im Vorjahr einige Tage in Sundern zu Gast war und für den etliche Sundern gespendet haben, berichtet in einer Mail über ein Feuer in der Unterkunft in Lainya im Süd-Sudan.

„Der Brand zerstörte die Hütten komplett“, schreibt Pater Francis weiter. Der stellvertretenden Superior der Süd-Sudan Mission, Pater Andrzej Marek Dzida SVD, wachte gegen 2.15 Uhr auf und hörte wie ein Feuer an seiner (Hütte) brannte. „Als erkannte, was passierte, hatte das Feuer bereits das gesamte Grasdach der Hütte erfasst und Teile des brennenden Daches fielen in das Innere der Hütte“, schildert Pater Francis das Geschehen. Er rannte sofort ins Freie mit einigen Gegenständen, die sich in der Nähe der Tür befunden hatten. Draußen sah er, dass auch zwei weitere Hütten brannten.

Glück im Unglück

„Zu dem Zeitpunkt als das Feuer die Hütten unserer Mitbrüder niederbrannte, waren von den fünf Missionaren nur drei anwesend in Lainya“, informiert Pater Francis, der zu einer Behandlung in Indien war, Bruder Vinsentius Knaofmaone war in Nairobi (Kenia) zur Behandlung seines Rückens und der Knie.“ Glücklicherweise haben die Patres keine schwerwiegenden körperlichen Verletzungen erlitten, aber der Vorfall habe sie emotionell schockiert und sie seien sehr niedergeschlagen, berichtet Pater Francis an die Freunde in Sundern. Obwohl es ihnen möglich war, einige Dokumente zu retten, sei der Großteil ihrer persönlichen Habe in dem Feuer zerstört worden.

Als Pater Francis einige Tage später wieder in der Mission eintraf, sah er die tatsächliche Verwüstung durch das Feuer. Nach allem, was er inzwischen gesehen und gehört hat, geht er von einem Anschlag aus, der sorgfältig geplant wurde. „Ich glaube das Ziel des Feuers war es nicht, die Patres zu ängstigen, sondern sie zu verletzen oder zu töten“, sieht er die Lage, insbesondere weil nur die Hütten der anwesenden Missionare brannten. Allerdings fehle ein Motiv.

Doch die Auswirkungen seien überall zu spüren: Obwohl ihnen von vielen Seiten Mut zugesprochen würde, ständen die Patres unter Stress und es sei schwer Schlaf zu finden, angesichts der drohenden Gefahr. „Vielleicht als Nachwirkung der Ereignisse ist einer meiner Mitbrüder während der Heiligen Messe am letzten Sontag in der Kirche zusammengebrochen“, schreibt Pater Francis nach Sundern. „Jeder sagt: Habt Mut, wir sind bei euch, wir beten für euch. Es ist jedoch nicht einfach, die Situation zu akzeptieren.“