Höveler Karneval: Eimer als Geschenk für Prinzessin

Prinzen können an den Baum – aber Prinzessinnen? Ein Eimer wurde Prinzessin Conny angeboten.
Prinzen können an den Baum – aber Prinzessinnen? Ein Eimer wurde Prinzessin Conny angeboten.
Foto: WP

Hövel..  Ein Abend der Premieren und Überraschungen spiele sich in dieser Session bei der Prunksitzung in Hövel ab. Die erste Premiere: Die Sitzung fand an einem Samstagabend statt. Die zweite: Hövel hat wieder eine eigene Tanzgarde und dies gleich mit zwei Tanzmajoren. Sie übt seit ca. einem Jahr und hat somit ihren ersten Auftritt und bekamen auch die erste Zugabe des Abends. Die dritte hatte es in sich und wurde gleich im Motto verarbeitet: Egal ob Mann oder Frau bei uns bleibt´s immer Hövel Miau!

Kein Prinz

Denn: Es fand sich kein Prinz in Hövel, so wurde kurzerhand Prinzessin Conny die Erste erkoren. Die Prinzessin erläuterte in ihrer Ansprache wie sie zu der Ehre kam. Schon als ihr Mann Werner vor 11 Jahren zum Prinzen erkoren wurde, meinten die Karnevalisten, damals wohl ehr schelmisch gemeint. „Wenn er es nicht macht, dann du!“ und nun war es so weit. Kein „er“ machte es in Hövel, also sie. Damit startet ein abwechslungsreiches Programm auf der Höveler Narrenbühne. „Auf die Bänke fertig los!“

Mit diesem Song brachten Werner Flügge, Werner Schlachciak und Oliver Lürbke gleich Stimmung in die Schützenhalle. So aufgeputscht war es fast schon schwer, dem Wortbeitrag von Holger Baumeister zu folgen, denn dieser war gepickt mit spitzfindigen, hintergründigen Witzen, bei denen man schon mal überlegen musste, bis die Lachmuskeln dann doch in Aktion traten.

Gelungener Auftritt

Beim Sketch „Hotel“ dann die erste Überraschung. Der Herr, der mit dichtem schwarzen Haar und dickem Schnäuzer am Empfang des „8-Sterne-Hotels“ war den Hövelern völlig unbekannt. Auch sein immer wiederholter Spruch „Aber sie hätten gekonnt!“ ließ zwar die Lachtränen rollen – aber die Stimme? Erst als sich Bürgermeister Detlef Lins die Perücke und den Bart abnahm, kam die große Erkenntnis. Tosender Applaus, wohl auch wegen der perfekten Verkleidung, war sein Lohn.

Ein weiteres Highlight, wie in jedem Jahr, war die von Sebastian Allefeld vorgetragenen Dorfchronik. Sie endete ebenfalls überraschend. Erst als die „Oetinger Weihnachtboten“ auf der Leinwand auftauchten und gezeigt wurde, wie sie Höveler Bürger beschenkten wurde diesen bewusst, dass es Horst Schulte, bekannt vom Metropol, und Neffe Joscha Schulte wohl nicht wirklich bei Oetinger gibt.

Das Fazit der Narren: Der Abend war mit kleinen und großen Glanzlichtern einfach bezaubernd, interessant, lustig, einfach rundum mit karnevalistischem Leben gefüllt. Die Flotte Kugel Garde trat auf, Sketche, Lieder und Tänze wechselten sich ab. Hövel zeigte wieder, wie sehr es Karneval feiern kann.

HINTERGRUND

Einen wirklich schönen Moment erlebte Sitzungspräsident Olaf Baumeister, als er dem völlig überraschten Hubert Loerwald die Ehrenbolzkappe überreichen durfte.


Vor 25 Jahren war Hubert Loerwald der Prinz in Hövel, 1989 trat er schon dem Elferrat bei, von 1999 bis 2003 war er Sitzungspräsident der Narren. Mit einem kräftigen „Hövel Miau!“ dankten alle Besucher im Saal dem aktiven Karnevalisten für sein Engagement.