Höchste Förderung seit Gründung

krass & clever ist eines der vielen Projekt, das die Bürgerstiftung Sundern unterstützt. Unser Bild zeigt einen Besuch der Stiftung in der Werkstattin der Stadtgalerie.
krass & clever ist eines der vielen Projekt, das die Bürgerstiftung Sundern unterstützt. Unser Bild zeigt einen Besuch der Stiftung in der Werkstattin der Stadtgalerie.
Foto: WP

Sundern..  Die Bürgerstiftung Sundern hat auf ihrer Stiftungsversammlung im Stadtkrug eine positive Bilanz gezogen. Doch ähnlich wie in anderen Stiftungen macht den Stiftern und dem Vorstand um Vorsitzenden Matthias Ostrop das derzeitige niedrige Zinsniveau zunehmend Sorgen: „Bei nur einem Prozent werden die Überschüsse, die wir für die verschiedenen Stiftungszwecke verwenden, kaum größer.“ Deshalb denkt die Bürgerstiftung auch über ein vorsichtiges Ändern der verschiedenen Anlageformen nach.

Bislang sind die Erträge, es gelten zur zeit noch Verträge mit einer 4 vor dem Komma, ganz gut und im vergangenen Jahr gab in der neunjährgigen Geschichte die höchste Summe an Förderungen: „Genau 40 863 Euro“, weiß Petra Schmitz-Hermes, Geschäftsführerin der Bürgerstiftung. Diese Summe setzt sich aus 28 452 Euro an Erträgen aus dem Vermögen zusammen und aus Spendeneingängen im vergangenen Jahr, genau 14 593 Euro. Bei dieser Position weiß man nie so genau, ob sie eintrifft, sagt der Stiftungsvorstand: „Aber 12- bis 14 000 Euro waren es immer. Da hinter stecken die unterschiedlichsten Anlässe, so Petra Schmitz-Hermes.

Bunter Flickenteppich

Das Geld der Bürgerstiftung wurde 2014 in der ganzen Stadt für die unterschiedlichsten Zwecke ausgegeben: Da das Ziel der Bürgerstiftung ist, die Vielfalt zu fördern, so wie es die Satzung vorsieht, ergibt sich ein bunter Flickenteppich an Maßnahmen. Und so ist auch der Bericht ein bunter: Der Kinder- und Jugendchor „Whats Music“, der im evangelischen Gemeindehaus probt, erhielt ein Stage-Piano für die Auftritte, das Projekt „krass & clever“ wird unterstützt: „Vor allem weil hier sieben Nationen regelmäßig teilnehmen“, so Friedhelm Wolf vom Stiftungsvorstand. Und auch in das integrative Projekt des TuS Sundern, beim dem alle zwei Wochen Kinder aus Asyl- oder Flüchtlingsfamilien zusammen Fußball spielen, wurde tatkräftig gefördert. Verschiedenste Schulprojekte wurden finanziell unterstützt: So das Projekt ProBe an der Hauptschule, und auch für 2015 gibt es eine Zusage für das Nachfolge-Projekt. Ebenso ging Geld an die Schulen, die an der „Klasse 2000“ teilnahmen, am Landesprogramm „Schule und Kultur“ und an die Grundschule Hachen, die eine Bläserklasse eingerichtet hat. Und schon von Beginn an wird die Stiftung Weltklasse am Gymnasium begleitet, dabei fahren Schüler nach Kenia und China und nehmen an umweltpolitischen Maßnahmen teil.

Martinspreis erst wieder 2016

Ein dicker Batzen, 5000 Euro, ging an den Museumsverein „Alte Kornbrennerei“, als Preisträger des Martinspreises 2014. In dieser Sache hat sich der Stiftungsvorstand entschlossen, den Preis nur noch alle zwei Jahre auszuloben: „Um die Wertigkeit hoch zu halten“, wie Friedhelm Wolf betont.

HINTERGRUND

Die Bürgerstiftung Sundern wurde 2006 gegründet. Das Stiftungsvermögen damals betrug 590 211 Euro, inzwischen liegen 1 057 253 Euro bei der Bank. 28 452 Euro wurden als Ertrag 2014 ausgezahlt und investiert.

Die Summe der Fördermaßnahmen seit Gründung beläuft sich auf inzwischen 316 000 Euro. Der größte Teil wurde für Soziales investiert, die niedrigste Summe ging in die Landschaftspflege.

Zum zehnjährigen Bestehen im Jahr 2016 möchte man feiern: Nichts Elitäres, sondern „von Bürgern für Bürger“.