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Hallenbad Sundern nur sechs Wochen zu

19.02.2016 | 12:00 Uhr
Hallenbad Sundern nur sechs Wochen zu
Die DLRG kann im Strandbad nicht auch noch die Schwimmer beaufsichtigen, wie vorgeschlagen wurde. Sie haben die Seenot-Rettung sicherzustellen.Foto: WP-BILD

Sundern.   „Das ist maximale Transparenz“, beurteilte Bürgermeister Brodel. Denn zur Debatte um die Schließung des Hallenbades im Sommer waren viele Betroffene im Rat.

„Das ist maximale Transparenz“, beurteilte Bürgermeister Ralph Brodel. Denn zur Debatte um die Schließung des Hallenbades im Sommer waren reichlich Betroffene zum Rat erschienen. „Da wollen wir doch dabei sein“, meinte eine der Freizeitschwimmerinnen, die regelmäßig aus Menden zur Berliner Straße kommen. Und sie wurde nicht enttäuscht und war mit der mehrheitlichen Entscheidung, das Bad für sechs Wochen zu schließen, einverstanden. Im übrigen Variante A3 nochmals um zwei Wochen verkürzt. „Das kriegen wir hin“, versicherte SPD-Chef Michael Stechele den zahlreichen Zuhörern.

Schon in der Vorlage hatte der Geschäftsführer der Sorpesee GmbH, Martin Levermann, verschiedenste Varianten genannt und finanziell bewertet. Er verteidigte die 2015 gewählte Lösung: „Es war sinnvoll, denn so wurden 30 000 Euro gespart. Aber dafür haben wir erhebliche Kritik einstecken müssen.“ Er warb auch um Verständnis, denn die Wünsche der Vereine, Schulen und Freizeitschwimmer seien das eine, die Sparforderungen aus der Gesellschafterversammlung das andere: „Wir können nicht zaubern.“

Zeiten prinzipiell ausgebaut

Als gut beurteilte er, dass 2016 alle Beteiligten genügend Zeit hatten, sich zu äußern. „Die GmbH hat kein Interesse daran, eine Einschränkung des Badebetriebes herbeizuführen.“ Ohnehin seien die Zeiten ausgedehnt worden (46 Wochen), sehe man die Öffnungszeiten des Hallenbades vor der Übernahme durch die Sorpesee GmbH (34 Wochen). Gleichzeitig wolle man die Qualität ausbauen, so denke man daran, eine Terrasse hoch über Stadt zu bauen.

Die Zahl der Besucher, je nach Witterung um die 50 000 Personen, teilten sich zur Hälfte in die, die Eintritt zahlen, und die, die als Verein oder Schule keinen Eintritt zahlen. Fakt sei aber: Der Badebetrieb bleibt ein Zuschussgeschäft.

Friedrich Becker (CDU) fragte, warum der Betrieb 39 Jahre glatt gelaufen sei, gerade 2015 in Stottern kam. Auch von der SPD hagelte es Kritik: „Strategielos, konzeptionslos, chaotisch“, brandmarkte Jens Kunen (SPD), und Hans Klein (WISU) sah, dass das Angebot immer kleiner werde: „Die Kinder müssen aber schwimmen lernen“, plädierte er für eine sechswöchige Schließung. Für andere Probleme müsse man dann eben andere Wege finden.

Förderverein eine Möglichkeit

Während die Sorpesee GmbH sich für die Variante 4 aussprach, schlossen sich die meisten Politiker der nochmals verkürzten Variante 3 (Infobox) an. Diese hatte auch Michael Kaiser vom Stadtsportverband favorisiert: „Wir sind für eine maximale Schließung von sechs Wochen.“ Gerade in der Sommerzeit seien eben die meisten Wettkämpfe, da brauche man dann nicht mehr hinfahren, wenn man nicht trainieren könne. Bürgermeister Brodel will auch den Vorschlag von Ulla Kaiser (CDU) aufgreifen und die Gründung eines privaten Fördervereins ausloten.

Matthias Schäfer

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2016-02-19 12:00
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