Genug Stimmen vorhanden, nur kein Sommer

Langscheid..  Die Stimmen waren da, der Sommer blieb aus. Erstmals seit der Premiere mussten die Sänger des MGV „Westfalia“ ihre „Stimmen des Sommers“ in der Schützenhalle erklingen lassen. „Es war nicht einmal, weil wir gefürchtet haben, es könnte regnen“, erklärt Geschäftsführer Josef Schäfer. „So ein Konzert dauert ja eine Weile, und wenn das Großteil des Publikums anfängt zu frieren, ist das nicht optimal für ein Konzert.“ Auch wenn das Freiluft-Panorama fehlte – Qualität setzt sich auch in der Halle durch. Und auf ein hohes Niveau hatten die Sänger bei ihren Gästen Wert gelegt: „Wir haben an diesem Nachmittag ausschließlich Leistungs- und Meistersänger“, verriet Josef Schäfer stolz.

Einen kleinen Moment Verspätung gab es am Anfang, weil die Gäste aus Oberveischede für ihre Anreise über den Sorpesee etwas länger brauchten. „Wer fährt denn eigentlich das Boot? Soweit ich weiß, singen doch alle Schiffsführer bei uns im Chor“, scherzte 2. Vorsitzender Franz Wieneke. Als es dann losging, hatte der Gastgeber sofort die Herzen auf seiner Seite: Mit „Bajazzo“ und „Mein Herz gehört dem Moselwein“ zeigten die Männer von „Westfalia“, dass sie sich hinter dem Können ihrer Gäste nicht verstecken müssen. Es musizierten im Folgenden: Der MGV Liederkranz Oberveischede unter der Leitung von Hubertus Schönauer, die „Junge Harmonie Müschede“ unter Maike Peters, der Frauenchor Eisborn mit Heinz-Dieter Baumeister, „pro Vocal“ Arnsberg mit Chorleiter Ulrich Düllberg, der Frauenchor „Harmonia“ Sundern, die „Voices of Harmony Sundern (beide angeleitet von Regina Sommer) und zum Schluss der MGV Sauerlandia Arnsberg unter Andreas Schneider.

Die „Stimmen des Sommers“ bleiben auch ohne Frischluft eine gelungene Werbung für den Chorgesang. Nächste offenen Probe ist am Donnerstag, 2. Juli.