Gegen Biker wird „Front gemacht“

Sundern/Hochsauerlandkreis..  Harte Worte für „die Menschen im Sauerland, die gegen uns mobil machen“, fand Michael Wilczynski am späten Sonntagnachmittag zum Abschluss einer Motorrad-Demonstrationsfahrt gegen Streckensperrungen, die in Sundern endete (wir berichteten).

Populistisch werde durch Politiker und Anwohner „Front gemacht“, so der Streckensperrungs­referent des Bundesverbandes der Motorradfahrer weiter. Der BVDM vertritt bundesweit die Interessen von rund 17 000 Motorradfahrern, von denen etwa 300 an der Fahrt vom Bergischen ins Sauerland teilnahmen. Wilczynski zählte eine Reihe von Maßnahmen auf, mit denen Biker seiner Meinung nach „aus Sundern vertrieben werden sollen“: Im Bereich der Sorpe-Promenade sei ein Fahrverbot gefordert worden für Motorräder lauter als 80 db/A. Nach der STVO gebe es aber kein solches Schild. „Und Schilder, die es nicht gibt, kann man nicht auf­stellen“, so der Schwerter weiter.

„Rundkurs für Rennfahrer“

In ganz Langscheid sollte Tempo 30 eingeführt werden; zwischen Langscheid und Amecke dauerhaft 50 km/h; Parkplätze für Motorradfahrer im Bereich der Promenade sollten wegfallen. Und mit halbseitiger Sperrung der Hellefelder Höhe und halbseitiger Öffnung des Ochsenkopfs für Motorradfahrer hätte die Stadt Sundern einen Rundkurs für alle Rennfahrer auf den Straßen aufgemacht, mahnt Wilczynski.

Verantwortungslose Verkehrsteilnehmer gebe es sowohl mit zweien wie mit vier Rädern – jeder Motorradfahrer sei auch ein Sohn, eine Tochter, ein Vater, eine Mutter oder einfach nur ein Mensch. Der BVDM sei durchaus daran interessiert, gemeinsam mit den Kommunen gegen laute Fahrzeuge (Verkehrslärm – nicht Motorradlärm) vorzugehen; und setzt für die Zukunft auf die von Sunderns Politik und Verwaltung angekündigten Gespräche.