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Gefahr aus dem Netz

15.03.2010 | 17:27 Uhr
Gefahr aus dem Netz

Sundern. Über Gefahren des Internets - vor allem für Kinder und Jugendliche - informierten sich interessierte Eltern im Sunderner Rathaus.

„Wie kann ich meine Kinder vor den Gefahren des Internets schützen?” lautete die zentrale Frage der Informationsveranstaltung „Kinder sicher im Netz — Nutzen und Gefahren des Internets” des Vereins „Sicheres Netz hilft e.V.” im Rathaus.

Selbstverständlicher Umgang

Der Umgang mit Communities, Chats und das Herunterladen von Liedern, Bildern oder Filmen sind im Internetzeitalter gerade für Kinder und Jugendliche selbstverständlich. Die Schattenseiten des Kommunikationsmittels jedoch werden von Jüngeren, aber auch von Erwachsenen oft nicht wahrgenommen. Mehr Informationen zur „dunklen Seite” sind daher von großem Wert. In die Wege geleitet hat das Projekt Mirjam Schindler vom Jugendamt. Sie wurde in einem mehrtägigen Seminar von „Sicheres Netz hilft” zum Internet-Medien-Coach ausgebildet. Jetzt sollen Philosophie und Informationen des Vereins in Sundern bis zu den „Jüngsten” in die Kindergärten weiter getragen werden. 60 engagierte Lehr-, sozialpädagogische Fachkräfte und Polizeibeamte nahmen an der Auftaktveranstaltung teil. Claudia Spohr, Marketingleiterin und Business-Coach, stellte mit dem Vereinsvorsitzenden Markus Wortmann das Konzept von „Sicheres Netz” vor. Das vielseitige Netzwerk kooperiert u.a. mit dem „Weißen Ring”, „Jugendschutz.net”, „SehnSucht” und der „Deutschen Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung”. Das ermöglicht eine intensive Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung.

Sichere Kids im Netz

Ein weiteres Angebot neben der Ausbildung zum Internet-Medien-Coach ist das Projekt „Sichere Kids im Netz — Kita 3.0”. Dabei sollen bereits Kleinkinder in Kindertagesstätten im Umgang mit den Medien gefördert werden. „Sicheres Netz”-Vorsitzender Markus Wortmann, im Hauptberuf Kriminologe und Polizeiwissenschaftler, hofft, dass die Teilnehmer der Infoveranstaltung nun seine Tipps in ihren jeweiligen Arbeitsbereichen umsetzen. Er sprach in seiner Präsentation u.a. über die Gefahr der Preisgabe persönlicher Daten bis hin zu Urheberrechtsverletzungen. Besonders liegt ihm jedoch der Schutz der Kinder am Herzen: „Es darf nicht sein, dass Kinder mit sechs Jahren einen PC im Zimmer stehen haben und zu jeder Zeit alleine chatten können.” Er empfahl, den Chat nicht zu verbieten, jedoch durch Absprachen mit dem Kind Regelungen zu finden. „Lassen Sie sich den Chat von den Kindern zeigen und klären sie diese über mögliche Gefahren auf.” Besonders gefährlich seien hier anonyme Chat-Bekanntschaften, die von pädophilen Kriminellen ausgenutzt würden. Zudem wies Wortmann auf kindgerechte Chat-Anbieter hin. Mit dem Ziel, die Medienkompetenz der Kinder und Jugendlichen zu stärken und sie über Gefahren und mit Risiken vertraut zu machen, endete die Auftaktveranstaltung. „Die nächsten Schritte sind Beratungsangebote und Projekte in Schulen und Kindergärten”, so Mirjam Schindler.

WP

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