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Gäste bleiben

15.02.2012 | 18:09 Uhr
Gäste bleiben
Das Hotel Der Brabander in Winterberg ist ein besonderes Hotel; Rob Meurs, selbst Niederländer aus der Provinz Nord-Braband, betreibt sein 4-Sterne Hotel fast ausschließlich für Holländer in Winterberg. An schneesicheren Wochenenden und in den Winterferien sind die Nummernschilder auf dem Hotelparkplatz fast ausnahmslos gelb, Amtssprache an der Rezeption ist Niederländisch und auch die Speisekarte ist in der Sprache unserer Nachbarn gehalten. Im Bild: gelbe Nummernschilder auf dem Parkplatz des Hotels "Der Brabander" in Winterberg ... Foto: Matthias Graben

Sundern.  Insgesamt kamen etwas weniger Gäste nach Sundern, dafür blieben sie aber länger.

Es tut sich was in der Stadt: Der jüngsten Auswertung der Düsseldorfer Statistiker von it.nrw zufolge hat Sundern vor allem bei ausländischen Gästen an Beliebtheit gewonnen.

Die Röhrstadt profitiert dabei von einem landesweiten Trend, denn auch in NRW besuchten 19,5 Mio. Gäste die Beherbergungsbetriebe über neun Gästebetten sowie die Campingplätze. Dadurch kam es im Land zu 44,2 Mio. Übernachtungen - alles zusammen Rekordwerte. Das sind Zuwächse von 5 Prozent. Vor allem bei den Besuchern aus dem Ausland stieg der Wert auf 4,1 Mio. Gäste (+ 7,8 Prozent). Diesen Wert kann Sundern noch toppen, denn im vergangenen Jahr suchten 10,1 Prozent mehr Touristen die Stadt auf. In reine Köpfe umgerechnet sind das 1111 Gäste mehr. Es gab allerdings auch in 2010 einen rapiden Einbruch.

Einen guten Wert erreicht Sundern mit der Aufenthaltsdauer: Sie stieg von 2,6 Tagen auf 2,9 Tage und liegt damit erheblich über dem Landesschnitt: Dort waren es im Jahr 2010 nur 2,2 Tage, 2011 fiel der Wert nochmals auf 2,1 Tage. Entgegen dem Landestrend stieg an Röhr, Sorpe und Linnepe auch die Zahl der Beherbergungsbetriebe: Waren 2010 noch 37 gemeldet, waren es in 2011 schon 42. Dadurch erhöhte sich der Zahl der Betten in der Stadt auch auf 1352 (+ 118). „Einer davon ist das wieder eröffnete Haus ,Sonnenhang’, ehemals Clute-Simon, in Allendorf“, informierte gestern Tourismusmanager Jeroen Tepas. Er zeigte sich auch erfreut über den Trend gegen den Trend: „Viele Gäste wollen immer kürzer buchen.“

Leicht gesunken ist die Zahl der Gästeankünfte um 0,4 Prozent, der in den Vorjahren zu verzeichnende Abwärtstrend scheint damit aber gestoppt, insbesondere auch durch die längere Aufenthaltsdauer sogar kompensiert. Insbesondere scheinen vor allem die ausländischen Gäste länger geblieben zu sein, anders ist die Diskrepanz zwischen einem leichten Rückgang aller Übernachtungen um 3,1 Prozent auf 170 922 und der Zuwachs um 10,1 Prozent bei den ausländischen Gästen nicht zu erklären.

Beim Stadtmarketing hat man deshalb auch wieder im Januar die bekannte Messe in Utrecht besucht: „Da haben wir schon eine große Nachfrage gemerkt“, so Tepas. Man arbeite aber auch an einem online-Buchungs-System, um die Zahlen noch zu stärken. Auch habe sich der Gastgeberstammtisch zu einer engeren Zusammenarbeit mit dem Sauerland-Tourismus entschlossen.

Matthias Schäfer

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