Fünffacher Ziegenvater trägt zum Artenschutz bei

Allendorf..  Im Winterquartier bei ­Monika Dusny fühlen sich die Schwarzhalsziegen, die im Sommer fröhlich über die Steinert springen, so richtig wohl. Das zeigt sich am Nachwuchs von „Muskat“. Der dreijährige Kupferhalsbock, er trägt eine sehr seltene Merkmalsvariante der Schwarzhalsziegen, seine vordere Körperhälfte ist nicht schwarz sondern rötlich-braun wie Kupfer, wurde fünf Mal Vater.

Muskats fünf Jungen, das älteste vier Wochen alt, springen nun schon fröhlich über die gelagerten Baumstämme auf dem Hof in Allendorf. Lucky Luke wurde erst am 21. März geboren. Nepomuk, 14 Tage alt, fällt wie sein Vater auf. Auch seine ­Mutter Nora trägt Kupfer-Farbgene in sich, er erbte darum diese ungewohnte Fellfarbe.

2008 gab es nur noch 26 Kupferhalsziegen weltweit, da diese Tiere früher sofort als „Fehlfarbe“ geschlachtet wurden. Doch dank aufmerksamer Züchter wurden in der Schweiz 2013 schon über 170 zur Zucht gemeldete Tiere gezählt.

In Deutschland gab es 2013 noch circa 250 Walliser Schwarzhals- und etwa 180 Kupferhalsziegen.

Eine Spezialität

Dusnys helfen mit der Allendorfer Zucht, diese Art mit beiden Varianten zu erhalten.

Doch trotz ihrer Seltenheit werden auch Ziegen ab und zu geschlachtet. „Ziegenwurst ist eine echte Spezialität“, erzählt Monika Dusny.

Sollte ein Tier der Herde schlachtreif sein, wird sie dieses zur Amecker Jubiläumsfeier, bei der sie die Ziegen vorstellen, anbieten.

Andere Ziegenprodukte wie Seife aus Ziegenmilch sind in jedem Fall zu haben.