FDP sieht keine Reaktivierung der Bahn

Sundern..  Eine Entscheidung für den FDP-Antrag, auf der Trasse der Röhrtalbahn den Verkehr Richtung Norden aus Sundern herzuführen, wäre einer Entscheidung über Röhrtalbahn ja oder nein gleichgekommen.

Deshalb einigte sich der Ausschuss für Stadtentwicklung und Infrastruktur am Mittwoch zunächst, die Ergebnisse der Gespräche, die Bürgermeister Detlef Lins mit dem ZRL führen will, sowie ein Strategiepapier abzuwarten.

Für die FDP ist die Sache aber klar: „Sundern braucht viel, aber nicht noch die Reaktivierung der Röhrtalbahn“, so Ratsherr Hanns-Rüdiger Fehling. Es gäbe gute Busverbindungen mit 27 Haltestellen, dagegen stünden nur sechs oder sieben Halte der Bahn. Außerdem erinnerte er an die desolate Situation der Stadt und die enormen Folgekosten für die Städte Arnsberg und Sundern. Fazit: „Die FDP wird sich nicht der Illusion hingeben, dass die Reaktivierung kommt, nicht vor 15 oder 20 Jahren.“

Röhrtal komplex betrachten

Kritik gab es auch vom Fraktionschef der SPD, Michael Stechele: „Wer möchte denn zwischen den beiden Trassen wohnen? Schon jetzt ist der Lärm an der Hauptstraße unser Hauptproblem.“ Man müsse die Sinnhaftigkeit des Vorschlags prüfen und auch wie hoch die Kosten wären, außerdem sei das ganze Röhrtal komplex zu betrachten.

Die Stadtverwaltung hatte in der Vorlage erläutert, dass die FDP-Lösung rein technisch machbar sei.