Esperanto in Stockum bekannter und beliebter machen

Stockum..  Seit Anfang Oktober treffen sich die Mitglieder des Esperanto-Clubs (überwiegend aus Sundern, aber auch aus Arnsberg und Balve) regelmäßig im Heimatzentrum „Schepes Hoaf“ in Stockum. Für die Zukunft plant man dort weiterhin regelmäßige Begegnungen, um die Brückensprache in lockerer, spielerischer Form vor allem sprechen zu lernen. – Vielleicht kann sich dann möglichst bald das alte, schöne Landes-Golddorf auch für Esperantisten aus Nah und Fern als Esperanto-Dorf noch überzeugender präsentieren.

Geschichte beginnt bereits 2010

Die Geschichte des Esperanto in Stockum beginnt bereits 2010. Dieses Jahr erklärte man in Stockum zum Esperanto-Jahr und zeigte im Rahmen der Esperanto-Verbandstagung von NRW die große Esperantoausstellung aus der Esperanto-Stadt Herzberg. Man führte die Sprachfreunde zu den zehn Esperanto-Stätten, hieß sie mit Esperanto-Liedern willkommen und servierte ihnen sogar Speisen nach einer Esperanto-Menükarte. Außerdem begrüßen seit längerem an allen Ortseingängen und zahlreichen Stellen im Ort die Besucher Schilder mit der besagten Glocke und der Umschrift Esperanto-Dorf Stockum. Doch scheint dies alles nicht auszureichen, um das Dorf – zumindest für die Esperanto-Welt – ins gewünschte Licht zu rücken.

2011 und 2012 folgten zwei entsprechende Sprachkurse in Stockum, aus denen 14 frischgebackene meist Sunderaner Esperantisten (darunter fünf aus Stockum) hervorgingen, sowie ein Treffen von 13 Sprachfreunden aus Nah und Fern vor Ort im letzten Sommer. Als vorläufige Krönung in Sachen „König“-Sprache half der Dozent der beiden Kurse, der Warsteiner Otto Nelken, zusammen mit den meisten seiner Exschüler eine stattliche neunköpfige Esperanto-Gruppe in Stockum zu gründen - nach dem Vorbild von Meschede, Warstein und Möhnesee – und gleichzeitig mit einer ähnlich großen in Werl.

Lange war das Esperanto-Dorf Stockum mit seinen circa 2000 Seelen, vor allem bekannt wegen seines Alters von über 1000 Jahren, seiner Liebe zur Musik und mit Landesgold geschmückt, eher ein „böhmischer“ Ort.

Hauptstraße weist auf Sprache hin

Dabei schmücken nicht allein seit vielen Jahren eine Glocke und ein Kriegerdenkmal – beide nur mit einer Esperanto-Inschrift versehen – diesen schönen Ort.

Eine Hauptstraße sowie zwei Bushaltestellen weisen ebenso auf diese Sprache hin, und ein Zamenhofweg führt zur Ruhestätte von Josef König und seiner Frau. Genauso wie ein Grabstein seines Schwiegervaters sind die zwei mit ihren Gedenksprüchen in der Brückensprache verfasst.