Es bleiben Fragen

Am 26. September 2008 stellte die CDU-Spitze in einer Pressekonferenz ihren Kandidaten vor: Detlef Lins. Die Nachricht, dass man für 2015 einen neuen Bürgermeister-Kandidaten sucht und nicht mit dem Endorfer in den Wahlkampf für den 13. September gehen wird, schlug wie eine Bombe ein.

Und in ihrer Bewertung teilt sie die Stadt: Die einen sehen die bisherigen Leistungen des Amtsinhabers, anerkennen das und ­hätten eine Kandidatur für richtig erachtet. Die anderen sehen nur Pleiten, Pech und Pannen und wünschen sich einen anderen Amtsträger. Was die Nachricht für die Stadt Sundern bedeutet, kann heute niemand abschätzen.

Angekündigt hat sich die Entwicklung, die Donnerstag mit dem Bruch endete, schon länger. Der CDU läuft die Zeit weg, denn die Untersuchung der Schwerpunktermittler bei der Kripo Dortmund und die rechtliche Würdigung der Staatsanwaltschaft zu den Vorgängen rund um die insolventen Gesellschaften sind zeitraubender als gedacht. Die von Lins geforderte Zeit bis April wollte man ihm offensichtlich nicht mehr geben. So wird die zum jetzigen Zeitpunkt überraschende Entscheidung den schalen Beigeschmack von Unfairness behalten. Zumindest bis man weiß, wie das Verfahren endet. Und solange man den neuen CDU-Vorschlag und auch die Mitbewerber nicht kennt, bleibt alles eine Vermutung, ob sich der Schnitt gelohnt hat oder nicht.