Einfach etwas bewegen
01.06.2007 | 12:45 Uhr 2007-06-01T12:45:34+0200Sundern. Bald geht es für mehr als 70 Sunderner Kinder auf große Tour: wenn die KJG ins Zeltlager einlädt, dann ist das für die neun bis 13-jährigen Jungen und Mädchen der Stadt das Freizeithighlight eines jeden Jahres. Seit mehr als 30 Jahren ist das so.
Von Stefan Lange Alles andere als selbstverständlich sei das, lobt Anne Wortmann von der KJG den Einsatz ihrer Mitstreiter. Anne Wortmann ist 25 - und damit eine der ältesten Leiterinnen in den Reihen der KJG. Wenn sich im Juli dieses Jahres wieder über 70 Kinder, vier Kochfrauen und insgesamt 20 bis 30 Leiterinnen und Leiter auf den Weg ins Zeltlager - diesmal nach Amelinghausen in der Lüneburger Heide - machen, dann sind die Betreuer im Schnitt nicht älter als 18 Jahre.
"Das ist schon etwas ganz besonderes", erklärt Mathias Wortmann das Engagement. "Oft ist es so, dass die Jugendlichen, die bereits in Ausbildung oder Beruf sind, ihren gesamten Jahresurlaub für das Zeltlager einsetzen". Zwei Wochen lang sind sie dann rund um die Uhr für die Kinder da, für die das Lager Jahr für Jahr zu einem ganz besonderen Erlebnis wird.
Hinzu kommen für die jungen Betreuer ein bis zwei Wochen intensive Vorbereitungen, und - mindestens - eine Woche Nachbereitung. "Einen Monat im Jahr beschäftigt uns alle also nur das Zeltlager", so Anne Wortmann.
Natürlich kommt für alle Ehrenamtlichen auch der Spaß nicht zu kurz. Freundschaften sind in den vergangenen Jahren gewachsen - genau wie in den drei Jahrzehnten zuvor. "Diese Freundschaften bleiben", erklärt Anne Wortmann.
Nicht vergessen werden dürften auch die Kochfrauen, wissen die KJGler. Die "guten Seelen" des Zeltlagers stehen Kindern und Betreuern ebenso zwei Wochen lang zur Seite. Mit Rat und Tat und natürlich einer starken Schulter, sollte einen der jungen Reisenden einmal das Heimweh packen.
Nach dem Zeltlager legt die katholische junge Gemeinde ihre Füße nicht hoch. Im Gegenteil. Wöchentliche Gruppenstunden mit 20 bis 30 Kindern im und um das Pfarrheim, die traditionelle Halloween-Party und viele andere Aktionen gehören zum Jahresprogramm der KJG.
Das Leiterteam investiert weitere unzählige Stunden in diese Nachmittage und Tage. "Um die Freude zurückzugeben, die wir vor einigen Jahren selbst als Kinder erleben konnten", wie Anne Wortmann formuliert, "und um einfach etwas zu bewegen".
0mitdiskutieren