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Die ersten Fichten für Ferienpark Amecke sind gefallen

13.11.2012 | 17:43 Uhr
Die ersten Fichten für Ferienpark Amecke sind gefallen
Die ersten Bäume für den Ferienpark Amecke sind gefallen. Harvester rollten an.Foto: Matthias Schäfer

Amecke.   Die ersten Bäume auf dem Areal, auf dem demnächst der Ferienpark Amecke (bei Sundern) entstehen soll, sind gefällt worden. „War doch gar nicht so spektakulär“, fand Eberhard von Wrede, als die erste Fichte fiel.

Im Prinzip hat er recht. Nur, dass damit der Vorstartschuss zum Ferienpark Amecke gegeben wurde, der seit vielen Jahren geplant wird. Das machte die Sache schon zu einem kleinen Medienereignis. „Ein Projekt kommt auf die Zielgerade“, hatte Bürgermeister Detlef Lins in der Vorwoche die jetzt beginnenden vorbereitenden Arbeiten genannt.

Und so dürfte Forstarbeiter Thomas Struwe auch in die Annalen des Ferienparks eingehen. Denn der Wenholthausener war es, der den ersten Baum mit seinem Harvester fällte. Doch zuvor war schon viel Arbeit erledigt worden: Eberhard von Wrede, der im Winter sein Eigentum auf die holländischen Investoren übertragen wird, traf sich, kurz nach dem es hell geworden war, mit Dieter Leser vom Umweltamt und dem Vertreter des Unternehmens Bentheimer Forstbetrieb, Hendrik Brodersen, sowie dem Forstunternehmer Tobias Heite aus Schmallenberg vor Ort.

Stück für Stück schritten sie sensible Bereiche in den beiden Quellsiepen, die in dem 20 ha großen Arreal liegen, ab. Bäume, die auf keinen Falle gefällt werden dürfen, markierte Leser mit einem orangenen „X“. Mit dabei ist immer der aktuelle Bebauungsplan, der genau die Festlegungen enthält.

Minutiöse Einhaltung der Maßgaben

 „Daran halten wir uns“, berichtet Eberhard von Wrede, der auf minutiöse Einhaltung der Maßgaben drängt. So werden am Ende zwei etwa 40 Meter breite Streifen mit Laubholz in den Siepen stehen bleiben: „Das Nadelholz wird entnommen, der Randbereich dann später vom Investor noch durch die Anpflanzung von neuen Laubbäumen ergänzt“, erklärt Dieter Leser.

Abgesprochen werden auch die Fahrwege des Harvester, dabei muss auch der Quellbereich umgangen werden. Deshalb wird in mehreren Abschnitten gearbeitet: So wird man jetzt in Höhe der Anlegestelle der MS „Sorpesee“ beginnen und sich von dort langsam in den Wald hinein arbeiten. Von einem Lagerplatz direkt an der Fahrstraße am Ostufer kann das Holz auch gut abgeholt werden.

Bis Weihnachten sollen alle Fichten gefällt sein

Wenn diese Fläche abgeholzt ist, wechselt der Harvester in die nächste Fläche. Bis Weihnachten sollen dann alle Fichten gefällt sein. „Abtransportiert werden sie auf dem kürzesten Weg zum Sägewerk Vente im Lennetal“, informiert Hendrik Brodersen. Er wird in den kommenden Wochen ständig Kontakt zur Stadt Sundern halten. „Und auch ich werde immer wieder vor Ort sein, um mit den Mitarbeitern der Firma Heite die nächsten Schritte eng abzusprechen“, betont Dieter Leser.

Kritik hagelte es derweil von den Grünen: Sie brandmarkten die Informationspolitik des Bürger­meisters zur gestern begonnenen Abholzung als „autokrates Verhalten“. Detlef Lins „wolle eine Diskussion abwürgen und die Politik vor vollendete Tatsachen stellen“.

Matthias Schäfer


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