Das Brot zum letzten Abendmahl in der Mensa gebrochen

Sundern..  Wie soll man das Leben von Jesus heutigen Schülern nahe bringen? Aus dieser Fragestellung haben drei Religionslehrerinnen ein spannendes Projekt für ihre Schüler/innen entwickelt. Gestern wurde die so entstandene Fotoausstellung „Jesus im Schulzentrum“ in der Zentralen Raumgruppe des Gymnasiums Sundern in Anwesenheit von Bürgermeister Detlef Lins eröffnet.

Den ersten Ansatz für das Projekt erlebten die Lehrerinnen Katrin Minner (Realschule) und Cordula Wallechner (Gymnasium) auf einer Fortbildung. „Dabei haben wir das Projekt ,Jesus an der Ruhr’ kennengelernt und uns gesagt, das können wir auch.“ Gemeinsam mit Lehrerin Julia Komander-Schmidt (Gymnasium) waren 7. und 8. Klassen beteiligt. Dabei musste man zunächst die Geschichte Jesu vergegenwärtigen und dann mit den Schauplätzen in die heutige Zeit umsetzen, schließlich galt es noch entsprechende Orte in Sundern zu finden.

Spannungsreicher Bogen

In verschiedenen Projektgruppen erarbeiteten die Klassen markante Wegpunkte und setzten sie textlich und auch bildlich um: So sitzt Jesus (in diesem Fall unsichtbar) Brot brechend mit seinen Jüngern in der Schulmensa, der Sünder Zachäus steht auf dem Sportplatz und das Leiden Christi wurde ring das Osterfeuer am Rotbuschweg festgehalten.

Dadurch ergibt sich ein spannungsreicher Bogen zwischen der bekannten Geschichte und der Platzauswahl heute. „Man muss neue Wege der Vermittlung gehen“, fand gestern Pater Wilhelm Wöstheinrich. Er sieht einen großen Vorteil: „Die Schüler mussten sich viel tiefer als sonst mit der Geschichte Jesu einlassen. Da bleibt einiges haften von dem, was uns die Geschichte erzählen will.“ So ist in den Texteilen einiges über den Teil des Projektes zu lesen, etwa was die Zachäus-Geschichte mit Mobbing oder Ausgrenzung zu tun hat. Die Ausstellung bleibt bis Juli im Gymnasium.

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