Bürger wollen schwimmen gehen

Altes Freibad in Amecke
Altes Freibad in Amecke
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Was wir bereits wissen
Im Herbst will der Rat ausführlich über das nach der Saison 2009 stillgelegte Freibad in Amecke diskutieren. Doch auch im Rat am Donnerstag gab es einen regen Austausch

Sundern..  Im Herbst will der Rat ausführlich über das nach der Saison 2009 stillgelegte Freibad in Amecke diskutieren. Doch auch im Rat am Donnerstag, äußerst unüblich für „Anfragen und Informationen“, gab es einen regen Austausch. Diesen hatte die WISU-Fraktion mit ihrem Antrag ausgelöst.

Eine gute Erklärung der jetzigen Problematik brachte Michael Stechele (SPD): „Der damalige Beschluss war verbunden mit mit Zeitachse und dem Angebot des Holländers, ein besseres Angebot als vorher für das öffentliche Schwimmen in Sundern zu schaffen.“ Diese Erwartungshaltung sei aber dann nachhaltig getäuscht worden. In vielen Zwischenschritten mit unterschiedlichen Lösung (Übernahme, Ausbau, Abriss, Überdachung) kam es letztlich dazu, dass die Investoren nicht mehr an dem Gelände interessiert waren (2014). „In dieser Zeitachse ist der Bedarf am öffentlichen Schwimmen nicht gesunken. Deshalb ist bei vielen im Rat der Unmut nach außen gegangen. Und die Wut ist in Aktionismus umgeschlagen“, erklärte Stechele, allerdings auch, dass die jetzige Idee der BIFA „hinreichend unkonkret“ sei. Er schlug vor, dass sich IG und Verantwortliche (Sorpesse GmbH und Stadt) zusammensetzen, um über Konzept und Fragen zu beraten. „Falls es zu einem Ja käme, dann müssten wir einige Beschlüsse fassen.“ Für die FDP merkte Dorothee Thiele an, dass „kaum ein Thema hier umfassender diskutiert“ wurde. Guido Simon (Grüne) schlug vor, man könne die Summe, die die Verkehrssicherung koste, in die Reaktivierung investieren. Hanns-Rüdiger Fehling (FDP) warnte vor einer Übernahme von Prüfaufträgen: „Wir sind Haushaltssicherungs-Kommune.“

Als unrealistisch empfand es Stefan Lange (CDU), der BIFA Hoffnung zu machen: „Die Stadt sollte mit der BIFA die Erfordernisse besprechen.“ Aufklärung möchte die WISU und die SPD über die Veräußerungen von technischer Aufstattung des Bades. Kritik gab es vom parteilosen Ratsherren Klaus Tolle über Infozettel an den Schulen: „Der Eindruck darin, man habe das Bad einfach so verkommen lassen, ist falsch.“