Bahn lässt Skaterherzen höher schlagen
26.10.2011 | 17:25 Uhr 2011-10-26T17:25:00+0200
Sundern.Sie haben sich ihren Wunsch selbst erfüllt: Die jugendlichen Skateboarder vom „Schweinsohl“ können künftig über eine renovierte und „aufgemotzte“ Bahn brettern - dank einer Finanzspritze der Bürgerstiftung Sundern und logistischer Hilfe der Stadtverwaltung.
Fast 20 „Kids“ und Jugendliche tummelten sich gestern Nachmittag auf der Anlage am Rande des Gewerbegebietes. Hier, quasi im Schatten eines bekannten Fastfood-Tempels, stört niemand ihre Kreise - und sie stören auch niemanden.
Die aus Metallgerüsten und Spezialplatten gefertigten „Halfpipes“ und Hindernisse sind nach ihren eigenen Ideen und Anregungen entstanden:
Wir haben uns mehrfach mit den Jugendlichen getroffen und gemeinsam darüber beraten, wie sich die Skateranlage optimal restaurieren und erweitern lässt“, berichtet Klaus Büenfeld vom Jugendamt. Nach acht Jahren intensiver Nutzung waren die vorhandenen Geräte abgenutzt, außerdem fehlte es der Anlage an Attraktivität. Unterstützt von Büenfeld und Johannes Weber vom städtischen Bauhof, der die Bahn technisch betreut, entwickelten die Skater eigene Verbesserungsvorschläge.
Aber dann galt es, das Vorhaben zu finanzieren - per Kostenvoranschlag wurden rund 12 000 Euro ermittelt, 4000 für Reparaturen, 8000 für Neuanschaffungen.
Viel Geld angesichts des leeren „Stadtsäckels“... Doch die Bürgerstiftung brachte die Sache auch finanziell ins Rollen.
„Ein positives Zeichen - vor allem für die Jugendlichen“, freut sich Klaus Büenfeld, „sie haben gemerkt, dass eigenes Engagement belohnt wird.“
In der Tat, denn seit Jahresbeginn wurde dann geschraubt und gebaut, allerdings gab es Probleme. Sollte eigentlich bereits im Frühjahr alles fertig sein, verzögerte sich die Inbetriebnahme wegen Lieferschwierigkeiten - falsche Platten mussten abgebaut und durch passende ersetzt werden - bis in den Herbst.
Doch jetzt ist endlich alles fertig - inklusive Papierkörbe und eines Hinweisschildes.
Ständige Wartung versteht sich von selbst: Johannes Weber legte gestern prompt Hand an, um zwei hervorstehende Schrauben zu versenken...
Beste Voraussetzungen, um den Skatern einige Jahre unbeschwertes Freizeitvergnügen zu bieten. Davon konnte sich auch Norbert Runde überzeugen, als Vorsitzender der Bürgerstiftung gestern persönlich zur Einweihung vor Ort.
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