48-Jähriger muss Unterhalt nun zahlen

Sundern..  „Für den Unterhalt ihrer beiden Kinder müssen sie aufkommen“, darauf wies der Staatsanwalt einen 48-jährigen Arbeiter einer Abbruchfirma hin, der seiner Unterhaltspflicht nach seiner Scheidung über fast zwei Jahre nicht nachgekommen war und sich deshalb strafbar gemacht hatte. Laut seiner dem Amtsgericht vorgelegten Verdienstbescheinigungen und den zuvor ergangenen Ermittlungen hatte er soviel verdient, dass er dazu auch in der Lage gewesen wäre.

Insolvenz als Entschuldigung

Als Entschuldigung brachte der Angeklagte vor, er habe noch Schulden aus seiner Insolvenz und sei längere Zeit krank gewesen. Kein Argument sei stichhaltig genug, um seine Zahlungsweigerung zu begründen. Er werde die vernachlässigten Zahlungen sowieso nachholen müssen, erklärte der Staatsanwalt. Er beantragte für den bisher nicht vorbestraften Sunderner eine Freiheitsstrafe von fünf Monaten zur Bewährung. Eine Geldstrafe sei nicht sinnvoll und da er den Unterhalt bewusst boykottiert habe, solle es eine Freiheitsstrafe mit entsprechenden Auflagen sein.

Die Richterin sprach im Urteil die beantragte Strafe aus und machte zur Auflage, den Unterhalt an die Mutter seiner zwei Kinder zu zahlen. „Kommen sie der gerichtlichen Auflage nicht nach, werden sie die fünf Monate doch noch absitzen müssen. Sie haben für ihre Kinder aufzukommen“, machte sie dem scheinbar uneinsichtigen Verurteilten deutlich.