19 Säcke Müll rund um Amecke eingesammelt
15.03.2010 | 11:42 Uhr 2010-03-15T11:42:00+0100
Amecke. Ein Toilettenbecken, ein Pissoir, zwei Spiegel- und zwei Badezimmerschränke — nein, keine Bestellung aus dem Baumarkt, sondern ein Teil des Mülls, den die „Saubermänner" kürzlich aus den Wäldern im Süden des Sorpesees geholt haben.
Seit der letzten Säuberungsaktion im November 2009 hatten Eis und Schnee den Tatendrang der rührigen Truppe ausgebremst, doch mit Beginn des Frühlings gibt es nun alle Hände voll zu tun: „Insgesamt 19 große Säcke voller Müll und Unrat haben wir gesammelt", berichtet Siegfried Löppenberg, „und dazu kam noch ein Berg Abfall, der in eine Plane gewickelt war."
„Viele Leute sind gedankenlos", hat der Sprecher der „Saubermänner" kein Verständnis für Zeitgenossen, die ihre Hinterlassenschaften einfach in der Natur entsorgen. „Wir sind jedenfalls mit 20 Mann ständig auf der Hut und werden jeden Vorfall, den wir bemerken, zur Anzeige bringen, so der Amecker weiter. Dabei hat er gar nicht so sehr seine unmittelbaren Mitbürger im Auge — „die Amecker sind in Sachen Müll sensibilisiert" — sondern Auswärtige: „Mülltourismus" führt viele Umweltsünder an den Sorpesee.
Müll im Wald
„Vor allem in den Wäldern rund um das Vorbecken und rings um das Freibad liegt jede Menge Müll", so Löppenberg. „Wir sind dann weiter zum Sorpedamm gewandert, doch auf dem Rückweg haben wir nahe Amecke schon wieder neuen Müll gefunden", meint der Saubermann kopfschüttelnd...
Doch es gibt auch Lichtblicke: Innerhalb des Dorfes war für ihn und seine Saubermänner-Kollegen diesmal relativ wenig einzusammeln. Und viele Spaziergänger geben mittlerweile Tipps, wo sich noch Unrat verbirgt — offenbar hat der ein oder andere den richtigen Umgang mit der Natur doch verinnerlicht.
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