1042 kamen zur Typisierung
24.03.2010 | 06:06 Uhr 2010-03-24T06:06:00+0100
Sundern. Jetzt heißt es hoffen: Ist unter den mehr als 1000 Personen, die sich typisieren ließen, einer dabei, dessen Werte auf Jörg Hering passen und der ihm Knochenmark spenden kann?
Auch beim zweiten Spendetermin des DRK bildeten sich lange Warteschlagen mit Blut- und potentiellen Knochenmarkspendern für den erkrankten Familienvater. Jörg Hering und die Helferinnen und Helfer waren schon von dem Ansturm des ersten Spendetermins überwältigt und konnten es kaum fassen, dass auch der zweite so erfolgreich verlief.
1042 Personen ließen sich insgesamt typisieren, darunter 509 mit einer Blutspende. Insgesamt gaben 847 Personen einen Teil ihres Lebenssaftes. Für das DRK waren die beiden Tage ein Riesenerfolg. Denn 287 Menschen kamen zum ersten Mal zu einer Blutspende — die Verantwortlichen hoffen, nicht zum letzten Mal.
Überwältigende Bereitschaft
„Für soviel Engagement, Initiative und die überwältigende Bereitschaft, Jörg Hering und seine Familie im Kampf gegen die Lymphdrüsenkrebserkrankung des 41jährigen Familienvaters zu unterstützen, gebührt der Sunderner Bevölkerung ein riesiges Dankeschön.”, heißt es in einer Pressemitteilung des Blutspendedienstes.
„Jedem der sich, egal auf welche Weise, an der Aktion für mich beteiligt hat, möchte ich auf diesem Wege nochmals ganz persönlich Danke sagen”, bekräftigt Jörg Hering. Er macht deutlich, dass es nicht nur um ihn, sondern auch um andere Menschen geht: „Die Blutspenden und Typisierungen helfen ja auch vielen anderen Krebspatienten.”, sagt Hering.
„Wir haben zwar mit vielen Menschen gerechnet”, bestätigt Claudia Bremkes, Blutspendebeauftragte des DRK Sundern. „Dass aber so viele Mitbürger die Aktion für Herrn Hering bereitwillig unterstützen, darauf haben wir kaum zu hoffen gewagt.”
Auch die finanzielle Untertützung war großartig. Denn die Typisierungen bei Personen, die kein Blut zu spendeten, muss extra bezahlt werden. Dafür gibt es ein Sonderkonto, das durch Aktionen und Spenden (die WR berichtete) mit rund 13 000 Euro gefüllt wurde.
Ein Scheck kam noch Ende der Woche hinzu: Dass gutes Tun auch Spaß machen kann, bewiesen Geschäftsführung und Mitarbeiter der Sorpetaler Leuchten in Amecke. Nach der erfolgreichen Lichtwoche hatten sie die Idee, einen Lichtwochenkickercup mit Hobby-Tischfußballspielern auszuspielen. Und den Erlös für die Typisierungsaktion für Jürg Hering zu spenden. 675 Euro kamen durch Startgelder und Spenden zusammen.
Spannendes Finalmatch
Nach hoch emotionalen Spielen sicherten sich Markus „Locke” und Jochen „El Bandy” in einem spannenden Finalmatch den Sieg, gefolgt von Fernando „Funny” und Elmar „Golli”. Dritter wurde das Team Frank „Franki” und Stefan „Steve Steelhand”.
Anke Hellmig von der Westdeutschen Spenderzentrale, einer Datenbank für Knochenmarkspenden, bittet um weitere Unterstützung. „Das Spendenkonto für Jörg bleibt bis auf weiteres bestehen. Unter dem Stichwort ,Fisch' (bitte unbedingt angeben) können weiterhin Spenden überwiesen werden.”
Spendenkonto: 4 444 444 bei der West LB Dortmund BLZ: 440 500 00
Eine Typisierung kostet 50 Euro, die Summe wird nicht von den Krankenkassen übernommen. Was nicht über die Blutspenden finanziert wird, muss über Spenden bezahlt werden. So wirbt auch Hans-Joachim Schindler Abteilungsleiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit beim DRK-Blutspendedienst West in Hagen: „Wir möchten trotz der bisher überwältigenden Sunderner Spendebereitschaft nochmals einen Spendenaufruf absetzten.”
So großes Engagement wie die Sunderner erhofft Jörg Hering auch in Norddeutschland. Im April findet dort, wo seine Familie zu Hause ist, eine Blutspende- und Typiyierungsaktion statt.
Nachdem in den letzten Wochen die einzelnen Abteilungsversammlungen abgehalten wurden, findet nun am Freitag um 19.30 Uhr im Vereinslokal Becker die Generalversammlung des Vereins statt. Neben den Berichten der einzelnen Abteilungsleiter steht natürlich die Breitensportanlage im Mittelpunkt. Der Verein lädt ausdrücklich auch Nichtmitglieder zu diesem Abend ein. Offene Fragen können dann direkt beantwortet werden.
0mitdiskutieren