Zum Radweg sprudeln die Ideen

Bei der Ideenbörse der Lokalen Agenda und des Stadtmarketings hatte Moderatorin Beate Prochnow mit der Aufnahme der vielen Anregungen einiges zu tun.
Bei der Ideenbörse der Lokalen Agenda und des Stadtmarketings hatte Moderatorin Beate Prochnow mit der Aufnahme der vielen Anregungen einiges zu tun.
Foto: WAZ FotoPool
Bei einer ersten Konzeptionsrunde zur Attraktivitätssteigerung des Rad-Wanderweges bewiesen die Sprockhöveler Kreativität.

Sprockhövel..  Die Gestaltung des Rad- und Wanderweges ist vom Ideenreichtum der Bürger abhängig. Bei einer Konzeptionsrunde in der Freiwilligenbörse Niedersprockhövel wurden jetzt die unterschiedlichsten Vorschläge gesammelt.

Am Ende kristallisierten sich schließlich die Bereiche Bergbau-Geschichte, Sport, Kunst und Gastronomie heraus, wobei diese Auflistung nicht abgeschlossen ist. Die Oberthemen gilt es fortan mit Inhalten zu füllen. Während für drei der vier Themenblöcke noch nicht genügend Mitwirkende gefunden wurden, konnte im Bereich Sport eine erste Arbeitsgruppe gebildet werden. Unter Leitung von Michael Kochenrath soll in den nächsten Wochen ein Konzept erarbeitet werden. Das Gesamtprojekt wird von Karin Hockamp, Leiterin der Lokalen Agenda 21, und von Beate Prochnow vom Stadtmarketing moderiert und begleitet.

Die beiden Trassen-Förderinnen waren Ende des Jahres auf zweierlei Radwegen unterwegs, um Eindrücke bestehender Erfolgsmodelle zu sammeln. So besichtigte man die „Ars-Natura-Trasse“ im hessischen Spannenberg sowie die „Korkenzieher-Trasse“ in Solingen.

Damit auch der Sprockhöveler Radweg zu einer Attraktion wird, verdeutlichten die beiden Frontfrauen, worauf es ankommt. „Am Ende wird es wichtig sein, ein einheitliches Motto zu haben und mit Kunstobjekten, Gerätschaften oder auch Infotafeln entlang der Trasse hervorzuheben, durch was sich die Stadt auszeichnet“, erklärte Hockamp und nannte den hohen Stellenwert des Sports als möglichen Anknüpfungspunkt. „Wir müssen herausarbeiten, was unser Alleinstellungsmerkmal sein könnte“, betonte Prochnow und ergänzte, dass in Solingen beispielsweise Holzbänke im Eisenbahnstil gefertigt worden sind. Die Einbindung von Naturmaterialien würde vor Ort auch Nachhaltigkeit zu einem möglichen Thema machen, fügte sie hinzu. Ferner könnten Einwohner Trassen-Patenschaften übernehmen und Langzeitarbeitslose wie in Hessen als „Wanderweg-Ranger“ für die Instandhaltung animiert werden. „Wir müssen zielorientiert denken und sollten die große Bedeutung des Bergbaus nicht außer Acht lassen“, gab Franz Frerich zu Bedenken. An die berühmt-berüchtigten Kohlentreiber erinnerte Rita Gehner und nannte „Kohlentreiber-Trasse“ als einen möglichen Namen. „Bewegen und Begegnen“, schlug indes Ingeborg Gerhard als Motto vor. „Ich fänd es schön, wenn sich bestimmte Materialien wiederholen und an verschiedenen Orten wiederfinden“, befand Dorothee Jakobs und wurde von Mitstreitern mit der Idee von hölzernen Klangspielen sowie der Einbindung von heimischen Künstlern unterstützt. „Man könnte doch sehr gut Sport und Kunst miteinander verbinden, zum Beispiel durch Trimmgeräte“, meinte Michael Kochenrath. Zudem sollen auch Schulen und Vereine in die Ideenumsetzung einbezogen werden.