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Sprockhövel

Zum Dank gab's ein Zicklein

02.10.2007 | 19:05 Uhr

Nach seiner erfolgreichen Herzoperation in Deutschland lieferte Mitarbeiterin der Sprockhöveler Zeitung den kleinen Bubacarr wohlbehalten bei seiner Familie in Gambia ab. Zwei Monate hatte der Vierjährige in Sprockhövel gelebt

Buba ist wieder fort. Zwei Monate lang hatte der vierjährige Junge aus Gambia in Sprockhövel gelebt. Kein Urlaubsbesuch des kleinen Westafrikaners, sondern eine lebensrettende Sofortmaßnahme: Wegen eines angeborenen Herzfehlers hätte der Kleine in seiner afrikanischen Heimat vermutlich nur noch wenige Jahre zu leben gehabt. Glück für ihn, dass er Hanna Lohmann traf.

Die Mitarbeiterin der Sprockhöveler Zeitung entdeckte den kranken Jungen, als sie im vergangenen Jahr einen freiwilligen sozialen Dienst in der Hattinger Buschklinik Jahaly leistete. Als eine ärztliche Untersuchung in Gambia ergab, dass Buba einen lebensgefährlichen Herzfehler hat, brachte Hanna den Jungen Kurzentschlossen mit nach Sprockhövel - wo ihn eine Welle der Hilfsbereitschaft erwartete.

"Ich möchte mich noch mal, auch im Namen seiner Eltern, ganz herzlich bei allen Spendern, Helfern, Unterstützern und Freunden bedanken", meldet sich Hanna Lohmann jetzt nach ihrer Rückkehr aus Gambia bei der Sprockhöveler Zeitung. Nachdem Buba sich einieg Wochen lang von seiner schweren Herzoperation in der Duisburger Spezialklinik erholt hatte, konnte die 21-jährige Sprockhövelerin den Kleinen jetzt wohlbehalten in die Obhut seiner Familie in Gambia zurückbringen.

"Die Freude dort war riesengroß - und zu sehen, wie Buba in den Armen seiner Eltern, Großeltern und Geschwister lag, war so großartig, dass sich jeder Euro und jede Minute an Arbeit und Sorgen gelohnt haben", so Hanna Lohmann.

Und Sorgen hatte es einige gegeben. So hatte eine eingehende Untersuchung im Helios-Klinikum Wuppertal schon kurz nach Bubas Ankunft ergeben, dass der Herzfehler viel schwerwiegender war - was eine weitaus umfangreichere Operation erforderlich machte. Fünf Stunden lang wurder der Vierjährige schließlich in der Duisburger Herzklinik operiert - ein Eingriff, der 25 000 Euro verschlang. Vorfinanziert von der Meise-Stiftung, die sich weltweit um Hilfe für herzkranke Kinder kümmert, konnte dieses Geld schließlich auch durch zahlreiche Spenden aus Sprockhövel aufgebracht werden.

"Mir wurde zum Dank ein kleiner Ziegenbock geschenkt, als ich Buba jetzt zu seinen Eltern nach Gambia zurückbrachte", berichtet Hanna Lohmann vom glücklichen Ende der "Hilfsaktion Buba". Der trägt jetzt übrigens auch Hannas Namen. Denn: "Sein Großvater sagte mir, dass Buba nun auch mein Sohn sei und dass er nach allem, was ich für ihn getan hätte, jetzt genauso wie er Buba Ganess wäre, er nun auch Buba Lohmann sei", freute sich Hanna nach ihrer Rückkehr.

Von Harald Wiegand

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