Zeitweiliger Einlass-Stopp beim Hafenfest

Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
Entscheidung des Bademeisters, Gäste aufgrund eines Gewitters nicht einzulassen, sorgt für Unmut.

Sprockhövel..  Die Resonanz beim diesjährigen Hafenfest im Freibad war gut, doch sie hätte noch besser sein können. „Schwimmen für Jedermann“ betitelte der Förderverein Freibad Sprockhövel e.V. die zwölfstündige Veranstaltung. Dass der Name in diesem Fall nicht ganz Programm war, musste WAZ-Leser Hans Dieter Prange enttäuscht feststellen.

Als er gegen 16 Uhr am vergangenen Sonntag dem regen Treiben beiwohnen und seinem dort musizierenden Sohn zusehen wollte, wurde er nicht eingelassen. „In der Ferne war ein Gewitter zu hören und der diensthabende Schwimmmeister wollte uns, angeblich aus Sicherheitsgründen, nicht ins Freibad lassen“, erinnert sich Prange. Dass das Personal bei Donnergrollen dafür sorgen muss, dass alle Personen unverzüglich aus dem Wasser kommen, kann der Hiddinghauser verstehen. „Schwimmen gehen und das Hafenfest besuchen, das sind aber zwei Paar Schuhe“, findet er. Bereits eingetretene Gäste wären schließlich auch nicht des Platzes verwiesen worden. Zudem mussten Prange sowie andere potenzielle Besucher beobachten, wie dem Bademeister persönlich Bekannte durchgewunken wurden. „Die sind also nicht gefährdet?“, fragt er sich. Zudem ist Prange der Meinung, dass eine vom Förderverein organisierte Veranstaltung auch in der Verantwortung eben dieses liegen sollte, und der Schwimmmeister lediglich für die sich im Wasser befindenden Personen zuständig sei. „Wir hätten schließlich Eintrittsgeld bezahlt“, sagt er. „Und Veranstaltungen des Fördervereins dienen der Finanzierung des Freibads.“

„Grundsätzlich gilt, dass das ZGS und damit auch die diensthabenden Schwimmmeister Hausrecht und somit die Entscheidungsgewalt haben“, äußert sich Vorstandsvorsitzender des Fördervereins Marcel Beckers. „Allerdings hätte das Personal mit mehr Fingerspitzengefühl vorgehen können.“ Vor Veranstaltungen des Fördervereins solle in Zukunft mit dem ZGS noch einmal Rücksprache gehalten werden, um eben solchen Vorfällen vorzubeugen.