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Medicus Grönemeyer

Zahlen kann man hüpfen

21.06.2012 | 23:22 Uhr
Zahlen kann man hüpfen
Einen Vortrag zum Thema „ Bewegtes Lesen - Lesen bewegt“ hielt Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer mit Anschauungsunterricht vor Mitgliedern des Verein „ Mentor - die Lesehelfer Sprockhövel " im Forum der Grundschule Börgersbruch. Foto:Thomas Schild

Er steht da auf einem Bein, federt leicht und bittet die Teilnehmer dann amüsiert, ebenfalls aufzustehen und die Übung nachzumachen. Und es folgt die ergänzende Ermunterung: „Jetzt legen Sie noch den Kopf in den Nacken ... und sagen vielleicht noch einen Reim auf?“

Er steht da auf einem Bein, federt leicht und bittet die Teilnehmer dann amüsiert, ebenfalls aufzustehen und die Übung nachzumachen. Und es folgt die ergänzende Ermunterung: „Jetzt legen Sie noch den Kopf in den Nacken ... und sagen vielleicht noch einen Reim auf?“

Dem Schirmherrn der Sprockhöveler Initiative „Mentor – Die Leselernhelfer“, Prof. Heinrich Grönemeyer, machen die Übungen selbst sichtlich Spaß. Statt Zahlen zu verbalisieren, kann man sie auch klatschen, hüpfen oder sprichwörtlich aus einem imaginären Ärmel schütteln, und wer seine verspannten Schultern ein bisschen dehnen und entspannen möchte, für den hat der Mediziner auch noch einige gute Tipps.

Gemeinsam mit Dorothea Beigel vom Hessischen Kultusministerium, die in einem Workshop die Einsatzmöglichkeiten motorischer und sportlicher Übungen im Schulalltag erlebbar machte, skizzierte Grönemeyer die positiven Einflüssen von Bewegung und gesunder Ernährung auf Lernverhalten und Lernerfolg.

Die Kombination aus Fachvortrag und Workshop war auf Initiative des bundesweit tätigen Vereins „Mentor - Die Leselernhelfer“ zustande gekommen und richtete sich nicht nur an die Mentoren, sondern auch an Erzieher, Lehrer und die interessierte Öffentlichkeit.

Mehr als 30 Teilnehmer hatten sich im Forum Börgersbruch eingefunden, um sich mit Aspekten der Gesundheitserziehung für den zeitlichen Ablauf zwischen Kindergarten und schulischer Oberstufe auf informative und unterhaltsame Weise auseinanderzusetzen. Hunderte einzelner Muskeln seien beansprucht, wenn man den Einbeinstand übe, das Ansprechen aller Sinne verwandle eintretende Ermüdung wieder in Aufmerksamkeit, so Grönemeyer.

Der Sprockhöveler überraschte die Leselernhelfer mit einem weiteren Hinweis. Auch die mimisch-gestische Inszenierung von Rechenaufgaben als Möglichkeit, Lernen und Bewegung miteinander zu kombinieren, um dadurch nachhaltige Lernerfolge zu erzielen, wurde mit den Teilnehmern gemeinsam exerziert.

Allerdings ging es dem Arzt längst nicht nur um die Vermittlung von Wissen in den klassischen Unterrichtsfächern. Der Befürworter eines Konzeptes, wonach „Gesundheitsbildung“ durchaus Teil des Fächerkanons sein sollte, fordert mehr: „Kinder und Jugendliche müssen mehr über die Grundlagen gesunder Ernährung, ausreichender Flüssigkeitsaufnahme oder der Funktion von Bewegung im menschlichen Körper erfahren“, appellierte er an die Macher von Bildungspolitik. Denn bekannt sein müsste, dass Bewegung das beste Mittel sei, um Stress, Anspannung und Angst abzubauen, und wer stress- und angstfrei lerne, lerne besser, schneller und so auch nachhaltiger. Der Mediziner, Buchautor und Wahl-Sprockhöveler hat unter anderem mit dem Titel „Der kleine Medicus“ eine gleichermaßen humorige wie auch kritisch-informative Gesundheitslehre für Kinder verfasst.

Caroline Gustedt

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2012-06-21 23:22
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