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Homepark-Kritiker

Wuppertals Ikea-Gegner suchen Verbündete

24.09.2010 | 16:21 Uhr

Gegen Ikea alleine, gibt es kaum Einwände. Doch der Homepark vor den Toren Sprockhövels, sorgt weiter für Zündstoff.

Im Bereich Erlenrode, soll der Homepark entstehen. Der Verein „leben wuppertal-nord e.V.“ versucht noch das Projekt zu kippen oder die Investoren wenigstens zu einer abgespeckten Version zu bewegen.

Die Wuppertalerin Heike Haarhaus sucht jetzt auch Verbündete jenseits der Stadtgrenze. Die Vereinsvertreterin warb für ihr Anliegen bei der offenen Mitgliederversammlung der Grünen in Haßlinghausen.

„Wir sprechen uns gegen weitere Eingriffe in den uns umgebenden Grüngürtel aus“, reklamieren die Anwohner für sich und sorgen sich dabei sowohl um Wohnqualität und den Bestand des Einzelhandels, wie um das Landschaftsbild. Der als Puffergürtel empfundene Naturbereich mit Fertighausausstellung, gehöre zu dem Arrangement, in dem „Wohn-Bereiche (Leben)“ und „Gewerbe-Bereiche (Arbeit)“ verquickt sind.

Mit 45 IKEA Einrichtungshäusern ist der Konzern bereits in Deutschland vertreten. „Dass auch unsere Region einen Ikea bekommt, ist nur eine Frage der Zeit, doch gleich ein Homepark, das ist zu viel“, stimmten einige der Anwesenden zu.

In einem so genannten Homepark errichtet IKEA eigene Geschäftsräume und vermietet sie weiter an Einzelhändler rund um das Thema „Wohnen“. „In den Homeparks haben die zu vermietenden Flächen eine Größe von mindestens 500 Quadratmetern“, sagt Ikea dazu. Doch es sei ein Unterschied, ob ein Baumarkt und ein Multimediamarkt angesiedelt würden, oder Geschäfte, die weniger Kundenfrequenz nach sich zögen, meinen die Kritiker. Insgesamt sollen - nach bisherigem Planungsstand - auf diese Weise zweimal 100.000 Quadratmeter Gewerbefläche entstehen.

Eine gute Anbindung an das überregionale Straßennetz sei notwendig, meint Ikea. Diese ist am Kreuz Nord zwar gegeben, doch soll dieses bekanntlich in den kommenden Jahren ohnehin zur Dauerbaustelle werden. Die Anwohner rechnen mit 16000 Verkehrsbewegungen täglich. Auch Haßlinghausen sei davon gegebenenfalls betroffen, zumal die Zufahrt zum Homepark über die Schmiedestraße realisiert werden soll, hieß es.

„Bei diesen Planungsvorhaben dient IKEA als Ankermieter und Besuchermagnet für die üblichen Discounter eines Einkaufszentrums. Konzept und Ausmaße eines solchen Vorhabens lassen sich sehr gut in Köln-Butzweiler studieren und das kann nur abschrecken“, klagte Heike Haarhaus und hofft auf Unterstützung aus den Nachbarorten.

DerWesten

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Kommentare
28.09.2010
20:50
Wuppertals Ikea-Gegner suchen Verbündete
von HansMuff | #3

@K.Wember
ich wohne nicht woanders.Und mir ist es unerklärlich,wie man sich so gegen Durchgangsverkehr weigern kann.Insbesondere ist dieser Sperrverkehr zu beobachten,wenn die A1 oder 43 dicht ist,das ist richtig.Allerdings ist es unwahrscheinlich,dass die Massen so in einen IKEA-Markt strömen,daß ähnliche Verhältnisse zu beobachten wären.Ich würde behaupten,dass es sich,an einem gutbesuchtem Freitagnachmittag im IKEA-Markt,incl Stau/Sperrung,um maximal 500Fahrzeuge/Std. mehr handelt,deren Fahrzeugführer das mitmachen.Wären also bei 4m Länge zzgl 2m Abstand maximal 3000m/Stunde mehr,die man im Ortskern begrüsst.Angenommen es wären nur 40Fahrzeuge,die entnervt im Ortskern aufgeben und lieber dort bummeln gehen,weil sie attraktive Geschäfte entdecken,wäre dem Ortskern doch sogar geholfen.Abgesehen davon,dass ich es ohnehin schon bescheuert genug finde,eine Landesstrasse durch einen Ortskern zu schleusen(siehe Problematiken bei Trödelmarkt/Nachtschlag etc),muss man nicht im bösen,grossen Konkurrenten das Negative sehen,sondern auch Marktchancen.Und die hat Haßlinghausen durch Exklusivität bereits hervorragend ausgebaut.Jeder,der clever denkt,nimmt den erweiterten Durchgangsverkehr doch gerne mit,oder weswegen firmieren viele-auch kleinere Buden mittlerweile an der B7 zwischen Hagen und Wuppertal?
Für die Anwohner mag es unangenehm sein,dass so ein Riese direkt nebenan seine Geschäfte betreibt und es verkehrsamer wird-aber die Geschäftswelt wird meiner Meinung nach sogar belebt.

25.09.2010
14:17
Wuppertals Ikea-Gegner suchen Verbündete
von K. Wember | #2

Eine eigene Autobahnausfahrt ist lt. Straßen NRW nicht realisierbar, w/ der erforderlichen Länge, das wurde nur zur Beruhigung der Gemüter gedruckt. Inwieweit Haßlinghausen jetzt bereits vom Verkehr betroffen ist, sieht jeder, wenn das Kreuz Nord dicht ist. Dann fahren nämlich alle durch Haßlinghausen. HansMuff wohnt wahrscheinlich ganz woanders...

25.09.2010
00:17
Wuppertals Ikea-Gegner suchen Verbündete
von HansMuff | #1

Die Anwohner rechnen mit 16000 Verkehrsbewegungen täglich. Auch Haßlinghausen sei davon gegebenenfalls betroffen, zumal die Zufahrt zum Homepark über die Schmiedestraße realisiert werden soll, hieß es.
War nicht sogar die Rede davon,dass sich IKEA das eine eigene Autobahnausfahrt kosten lassen würde?Ich verstehe ja sämtliche Anwohner in dem Bereich,aber selbst ein ggf entstehendes Verkehrsaufkommen,würde den Standort Haßlinghausen doch eher stärken.Zumal das ohnehin nicht stattfinden wird,weil man ab Kreuz Nord garkeine Berührungen zum Ortskern Haßlinghausen hätte.

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