Witt schleift, poliert und wächst in Sprockhövel

Kerstin, Mathias und Laura Lina Witt (von links) bei der Eröffnungsfeier des dritten Werks der Metallschleiferei und Poliererei Witt in Niedersprockhövel, das in der ehemaligen Sedus-Montagehalle seinen Betrieb aufnahm.
Kerstin, Mathias und Laura Lina Witt (von links) bei der Eröffnungsfeier des dritten Werks der Metallschleiferei und Poliererei Witt in Niedersprockhövel, das in der ehemaligen Sedus-Montagehalle seinen Betrieb aufnahm.
Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
Seit Kurzem läuft die Produktion im dritten Werk in Niedersprockhövel. Bis Ende des Jahres soll die Zahl der Mitarbeiter auf 50 ansteigen

Sprockhövel..  Es sind die Details, die ein Auto perfekt machen: die funkelnden Fensterzierleisten und Brüstungsblenden, die Dachrelinge, Handgriffe und Schaltabdeckungen. Und viele dieser Teile, die an den Karossen als Blickfang verbaut werden, kommen nicht von irgendwoher, sind keine Importgüter. Sie stammen aus der Region.

Die Firma Witt, die in Wuppertal, in Schwelm und nun auch in Niedersprockhövel unweit der Zeche Alte Haase ihre Standorte betreibt, hat sich ganz dem Schleifen und Polieren verschrieben. Täglich werden dort zahllose solcher Teile zum Eloxieren, Verchromen und Lackieren für etwa 30 unterschiedliche Pkw-Modelle vorbereitet, die Jahreskapazität der Werke liegt bei drei Millionen Stück. „Wir haben damit wohl die größte Polierkapazität in ganz Europa“, sagt Geschäftsführer Mathias Witt (48), der den neuen Standort in Niedersprockhövel gleich aus mehreren Gründen schätzt.

Zum einen gibt es da die räumliche Nähe zur weiterverarbeitenden Industrie. Denn nur wenige Minuten Autofahrt entfernt -- im Gewerbegebiet Stefansbecke – ist die Niederlassung eines Betriebs, mit dem die Firma Witt eng zusammenarbeitet. „Bald werden zwei Mal täglich Sattelzüge das Werk verlassen und die Bauteile nach Haßlinghausen zum Eloxieren liefern.“ Auf eine Lagerung vor Ort könne daher fast komplett verzichtet werden. Zum anderen hat die Firma dort ausreichend Möglichkeiten, um zu wachsen. Das Gelände biete Möglichkeiten zur Erweiterung, die Halle kann noch ausgebaut werden. Mathias Witt hat dafür schon längst Pläne in der Schublade liegen. Doch noch will er nicht allzu viel verraten. Nur eines: Noch in diesem Jahr werde der Standort in Niedersprockhövel wachsen. Dort startete er mit 20 Mitarbeitern. „Und ich gehe davon aus, dass bald 50 Mitarbeiter in unserem neuen Werk arbeiten.“ Dabei legt der 48-Jährige Wert darauf, dass es ganz neu eingerichtete Stellen sind.

Das Werk – untergebracht in der ehemaligen Montagehalle der Firma Sedus – ist auch technisch über einen Zeitraum von zehn Monaten auf den neusten Stand gebracht worden. Bei der Renovierung stets im Blick: die Energieeffizienz. Wärme wird aus der Abluft gewonnen, Heizung und Pumpen genügen den höchsten Ansprüchen, die Firma setzt auf LED-Beleuchtung. Das ist gut für die Umwelt und spart Geld. „Allein durch die Beleuchtung beläuft sich das auf 2700 Euro jährlich und etliche Tonnen Kohlenstoffdioxid“, sagt Witt. Für Anlagetechnik, Maschinen und Gebäude investierte das Unternehmen etwa 5,5 Millionen Euro.