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Gebäudewirtschaft

Wenig Geld zur Modernisierung

17.08.2011 | 16:07 Uhr
Wenig Geld zur Modernisierung
Die Hauptschule in Niedersprockhövel hat neue Fenster bekommen, viel mehr ist nicht drin für Sanierungsmaßnahmen.

Sprockhövel.In jedem Jahr ist die Zeit in den Schulferien die Zeit, in der die Zentrale Gebäudebewirtschaftung (ZGS) großen Aufwand betreibt, um die städtischen Gebäude – unter anderem eben die Schulen – zu modernisieren und damit den Wert zu erhalten. Das vorhandene Geld dafür ist allerdings 2011 im Vergleich zu den Vorjahren nur sehr knapp bemessen.

„Aufgrund der finanziellen Lage der Stadt können wir nicht allzu viel machen“, sagt ZGS-Chef Ralph Holtze. „Unsere einzige größere Maßnahme ist der Schulflügel der Gemeinschaftshauptschule.“ Dort sind neue Fenster eingebaut worden.

Die anderen Maßnahmen im Plan der ZGS sind die Außentoiletten der Grundschulen in Haßlinghausen und Gennebreck, eine neue Heizungsanlage im Bürgerbüro im Verwaltungsgebäude am Rathausplatz in Haßlinghausen, die Dacherneuerung am Kindergarten Gedulderweg.

Mehr ist einfach nicht drin bei 450 000 Euro, die Holtzes Haus 2011 ausgeben darf für die Modernisierung und Instandhaltung der städtischen Gebäude. Zum Vergleich: In den Vorjahren seien zwischen 1,2 und 1,7 Millionen an Investitionen in vorhandene Gebäude geflossen, sagt Holtze.

Mehr Mittel nötig

Die Kosten für die Modernisierung laufen im Wirtschaftsplan gemeinsam mit den Investitionen für Neubauten. 2009 sah der Wirtschaftsplan für beide Punkte zusammen vier Millionen Euro vor, im vergangenen Jahr waren es immerhin noch eine Million plus weitere 600 000 Euro aus dem Konjunkturpaket.

Der Blick auf bessere Zeiten schmerzt, denn um das Kapital zu erhalten, seien mehr Mittel als die vorhandenen nötig. „Es tut unseren Gebäuden nicht sehr gut“, so Holtze. „Wir machen nur noch das absolut Notwendige.“

Das schadet nicht nur der Bausubstanz, sondern auch der heimischen Wirtschaft. „Normale Reparaturen machen in der Regel Unternehmen aus Sprockhövel und dem EN-Kreis.“ Und die erhalten so weniger Aufträge.

Aber Ralph Holtze blickt optimistisch in die Zukunft. „Ich gehe davon aus, dass sich in naher Zukunft die Finanzlage der Stadt wieder ändert und wir wieder unseren normalen Aufgaben nachgehen können.“ Als nächstes größeres Projekt stünde da die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Haßlinghausen an.

Sebastian Schneider

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