Vorziehen der Schul-Anmeldungen wäre nicht möglich gewesen
17.02.2011 | 17:39 Uhr 2011-02-17T17:39:00+0100
Sprockhövel.Nach dem Scheitern des Gemeinschaftsschule-Projekts in Sprockhövel steht nun die Frage im Raum, ob die nur drei Tage andauernde Anmeldefrist schuld daran war.
Die auch für Schulen zuständige Sozial-Fachbereichsleiterin Evelyn Müller verneinte die Frage Donnerstag eindeutig. Auch ein Vorziehen der Anmeldefrist, um so einen größeren Zeitraum zu erfassen, sei nicht möglich gewesen. Müller: „Wir haben uns im Vorfeld der Anmeldungen frühzeitig beim Regierungspräsidenten und im Schulministerium erkundigt. Uns wurde gesagt, dass dies nach den rechtlichen Vorschriften nicht statthaft ist. Und daran haben wir uns zu halten.“
Warum das Anmeldeverfahren zur Gemeinschaftsschule letztlich mit nur 45 Anmeldungen gescheitert ist, konnte sich gestern die Leiterin der Ganztagshauptschule, Christiane Albrecht, auch nicht abschließend erklären. In den vergangenen Wochen habe man auf der schuleigenen Homepage täglich bis zu 600 Zugriffe registriert. „Das ist nun kein Indiz dafür, dass kein Interesse bestanden hat.“ Auch der Tag der offenen Tür, zudem neben vielen Sprockhövelern auch zahlreiche Hattinger Eltern mit ihren Kindern gekommen seien, habe Hoffnung geweckt. „Zur Anmeldung sind die dann aber auch nicht gekommen“, sagt die Rektorin. Die Sprockhöveler Zeitung sowie Radio-EN hätten im Vorfeld kontinuierlich berichtet, an allen Grundschulen seien Flyer verteilt worden und dann habe es ja auch noch die Elternumfrage gegeben. „Nach diesen Zahlen hätte die Gemeinschaftsschule im Sommer problemlos starten können“, so Albrecht.
Anmeldefrist mit anderen Schulen abgestimmt
77 Eltern von Viertklässlern antworteten bei der Elternbefragung auf die Frage, ob sie ihr Kind an eine Gemeinschaftsschule anmelden würden, mit „Ganz bestimmt“ oder „eher ja“. Dagegen antworteten 155 Eltern auf diese Frage mit „eher nein“ bzw. „bestimmt nicht“ Aber warum nur wurde der Anmeldezeitraum auf nur drei Tage und nicht auf die gesamte Woche ausgedehnt?
„Da in dieser Woche auch die Anmeldungen an der Gesamtschule Haßlinghausen und an der Gesamtschule Hardenstein laufen, wollten wir jenen, die bei uns nicht zum Zuge gekommen wären, die Chance einräumen, sich dort bewerben zu können“, erklärt Evelyn Müller. Sie war gestern schon dabei, beim Regierungspräsidenten abzuklären, ob Sprockhövel für das Schuljahr 2011/2012 erneut einen Antrag stellen kann.
18:18
Frau Müller logik kann man nicht ganz nachvollziehen. Warum sollten Eltern ihre Kinder zuerst an dieser neuen Schulform anmelden und bei Abhlehnung an der Gesamtschule in Hardenstein oder in Haßlinghausen. Umgedreht wäre eher der Fall gewesen. Aber gut für alle das die Schulform mit ihren vielen ?????? nicht von den Eltern angenommen wurde. Die Kinder in NRW werden immer wieder vom Schulministerium für Versuche mißbraucht. Hoffentlich verabschiedet sich die rot-grüne Chaos-Bildungspolitik bald von unsere Bildfläche.