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Demografischer Wandel

Veränderte Schullandschaft

14.11.2011 | 17:42 Uhr
Veränderte Schullandschaft
Bis vor wenigen Jahren gab es noch Frontalunterricht. Heute werden Schulbücher vielfach durch Blätter ersetzt und Computer halten zunehmend Eiin die Schulklassen.

Sprockhövel.  Die Schullandschaft im EN-Kreis verändert sich in den nächsten Jahren dramatisch. Die Schulentwicklungsplanung soll wegen der Auswirkungen auf alle Schulformen in einer Arbeitsgemeinschaft abgestimmt werden.

Die Schullandschaft verändert sich. Die Zahl der Schüler geht drastisch zurück. Aus diesem Grunde rücken die Städte des Ennepe-Ruhr-Kreises enger zusammen. Spontane Alleingänge mit Blick auf eine Einführung der neuen Schulform Sekundarschule sollen vermieden werden.

Zur Erinnerung: Sprockhövel wollte als eine der ersten Kreisstädte die Schulform Gemeinschaftsschule an der bestehenden Hauptschule am Börgersbruch einführen. Man scheiterte jedoch am Interesse der Eltern. „Bei der Sekundarschule werden wir zunächst einmal Zurückhaltung üben. Wir werden für das kommende Schuljahr definitiv keinen Antrag zur Einrichtung dieser Schulform stellen“, erklärte Sozialfachbereichsleiterin Evelyn Müller gegenüber der Redaktion. Schon seit dem Jahr 2009 gibt es auf auf Kreisebene die Bestrebung der Schulträger, sich bei der Schulentwicklungsplanung abzustimmen. Die Städte gründeten einen Arbeitskreis zur „Interkommunalen Schulentwicklung“. Das Gremium tagte mehrfach. Dabei stellte sich heraus, dass bei den Schülerzahlen mit bis zu 20 Prozent weniger Kindern und Jugendlichen zu rechnen ist. „Sprockhövel ist ja keine Insel. Der Rückgang bei den Schülerzahlen betrifft ja nicht nur unsere Hauptschule. Auch die Gesamtschulen und die Realschulen sind betroffen“, unterstreicht Evelyn Müller. Die meisten Sprockhöveler Schüler besuchen weiterführende Schulen in den Nachbarstädten wie Hattingen, Gevelsberg, Schwelm oder Wuppertal. Neben der kreiseigenen EN-Gesamtschule in Haßlinghausen besteht in den Nachbarstädten das Angebot an Realschulen, Gymnasien und städtischen Gesamtschulen. Die einzige weiterführende Schule in der Stadt ist die Hauptschule.

Im Kreisgebiet stehen verschiedene Grund- und Hauptschulen vor der Schließung oder wurden schon geschlossen. In Sprockhövel trifft dies zum Beispiel auf die Grundschule Nord zu, deren Auslaufen 2014/-15 beschlossene Sache ist. Im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen den EN-Städten bietet die Kreisverwaltung über ihr Bildungsbüro die Rolle als Moderator an. Dies soll keinesfalls auf „Aufsicht“ missverstanden werden, wie es heißt.

Eine genaue Untersuchung der kreisweiten Schullandschaft soll allen Schulträgern erhellende Erkenntnisse bringen. Sprockhövels Bürgermeister Dr. Klaus Walterscheid: „Wir haben ein gesteigertes Interesse an diesen Ergebnissen. Denn wie wir mittelfristig, sind auch andere Städte an der Schulform Sekundarschule interessiert.“

Kurt Bein

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