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Tunnel-Sanierung Schee gestartet

02.05.2013 | 19:00 Uhr
Tunnel-Sanierung Schee gestartet
Die letzten Fledermäuse haben ihr Winterquartier verlassen. So konnte mit den Sanierungsarbeiten begonnen werden.Foto: Thomas Schild

Sprockhövel.  „Jetzt können wir richtig loslegen, die letzten Fledermäuse haben den Eisenbahntunnel Schee verlassen“, sagte Heinrich Jolk, beim Regionalverband Ruhr (RVR) als Projektleiter für Radwegebau und Freiflächengestaltung zuständig.

„Jetzt können wir richtig loslegen, die letzten Fledermäuse haben den Eisenbahntunnel Schee verlassen“, sagte Heinrich Jolk, beim Regionalverband Ruhr (RVR) als Projektleiter für Radwegebau und Freiflächengestaltung zuständig.

Die Sanierung der 790 Meter langen Eisenbahnröhre steht in der Zuständigkeit des Wuppertaler Tiefbauamtes. Und am Donnerstag stand ein Erörterungstermin der beiden Behörden in den Baucontainern auf der Trasse am Kuxloher Weg an.

Wegen der kühlen Außentemperaturen hatten sich die unter Naturschutz stehenden Fledermäuse im Tunnel weiterhin gemütlich eingerichtet. So hätten sich die Arbeiten, mit denen eigentlich schon vor drei Wochen begonnen werden sollte, hinausgezögert, berichtet Jolk. Der Vertreter eines Bochumer Büros für ökologische Baubegleitung gab jetzt aber grünes Licht für den Baustart. Zu den Aufgaben dieses Büros zählt es, darauf zu achten, dass die Säugetiere durch den Lärm von Baumaschinen keinen Belastungen ausgesetzt sind.

Aus Tierschutzgründen wird im Tunnel nur bis Ende Juli gearbeitet

So drehten sich die Gespräche gestern nicht nur um die Bauausführung, sondern auch um die Zeitplanung, „denn gearbeitet werden darf nur bis Ende Juli, dann ist damit zu rechnen, dass die Fledermäuse wieder in ihr Quartier zurückkehren“, betont Heinrich Jolk.

Bei dem Projekt, aus dem Ruhrgebiet über Wuppertal hinaus an den Rhein bis nach Leverkusen radeln zu können, stellt der Tunnel Schee die wichtigste Eisenbahnanlage im Rahmen der Wuppertaler Nordbahntrasse dar.

Mit den Bauarbeiten wurde eine Spezialfirma aus dem Emsland beauftragt. Das Unternehmen erhielt einen Auftrag in Höhe von drei Millionen Euro. In dem Betrag enthalten ist der Wegebau. „Im Tunnel werden die Radfahrer und Wanderer – so ist es vorgesehen – ganzjährig über Asphalt gehen und fahren können. Eine zwingende Voraussetzung für den Ganzjahresbetrieb ist natürlich eine Beleuchtung des etwa fünf Meter hohen Tunnels. Doch dies ist eine gesonderte Kostenposition, über deren Aufteilung noch keine Entscheidung getroffen wurde. Die Beleuchtung – es wird voraussichtlich eine LED-Beleuchtung gewählt – wird die Säugetiere nicht beeinträchtigen. „Die Tiere halten sich in Nischen und Fugen auf, die Leuchten werden weit unterhalb der Decke angebracht und nur auf den Weg strahlen“, sagte Jolk gegenüber der Redaktion. Eindeutig sei aber auch, dass ohne eine Beleuchtung der Weg nicht freigegeben werden könne. Mit der Eröffnung des Tunnels rechnet Heinrich Jolk im Oktober 2014, „früher wird das nichts werden“.

Kurt Bein

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2013-05-02 19:00
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