Traum vom schnellen Geld
04.08.2010 | 17:15 Uhr 2010-08-04T17:15:00+0200
Klamme Städte, die im Rahmen der Haushaltssicherung unter Aufsicht stehen, denken daran, ihr „Tafelsilber” zu verkaufen.
Eine drohende Überschuldung sitzt den Stadtvätern im Nacken. Da sind Ideen gefragt, um bei den Aufsichtsbehörden, im Sprockhöveler Fall sind dies der EN-Kreis und der Regierungspräsident Arnsberg, gut Wetter zu machen. Denn die Behörden erwarten Einsparvorschläge, und dies am laufenden Band.
Damit die Stadt finanziell wieder Land sieht, ist von einem jährlichen Einsparpotential im Jahr 2011 in Höhe von 1,3 Millionen Euro und ab dem Jahr 2015 von gar 1,9 Millionen die Rede. Auch die Grundsteuer B soll ab 2011 um 35 Punkte und ab 2015 um weitere 17,5 Punkte steigen. Bei der Gewerbesteuer ist ab 2015 eine Erhöhung um 5 Punkte in der Diskussion.
Tackenberg noch nicht in Gremien erörtert
So wurde bei einer „Ideen-Börse“, bei der es um Verbesserungen im städtischen Haushalt ging, auch angedacht, das im Flächennutzungsplan ausgewiesene Gewerbegebiet Tackenberg, an der Wuppertaler Straße, in ein Wohngebiet umzuwandeln. Bei der Ideenbörse handelt es sich um einen Cirkel von Verwaltungsmitarbeitern und Mitgliedern der Ratsfraktionen.
Bei dem Gewerbegebiet Tackenberg handelt es sich mit einer Größe von etwa 5 Hektar um eines der „letzten etwas größeren Gewerbegebiete” der Stadt. Angedacht ist auch, dass die Stadt die Fläche selbst erschließt und danach wie beim Verkauf des alten Sportplatzgeländes in Haßlinghausen geschehen, selbst verkauft. Ob sich dabei die Summe von rund 9 Millionen Euro erzielen lässt, ist völlig unklar.
Wie Beigeordneter Bernd Woldt gegenüber der Sprockhöveler Zeitung erklärte, gebe es in der Stefansbecke 3 noch Gewerbeflächen um die 2000 Quadratmeter sowie im Engelsfeld. Auf Kreisebene, so war zu erfahren, wird zum Thema Gewerbegebiete über eine Zusammenarbeit von Schwelm, Gevelsberg und Sprockhövel nachgedacht. „Offiziell wurde über das Thema Tackenberg aber noch in keinem Gremium gesprochen. Es handelt sich nur um Denkanstöße”, sagte Woldt.
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