Trassen-Projekt geht weiter, auch ohne Leader-Förderung

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Viele Radfahrer wünschen sich sichere Wege entlang der Haupt- und Mittelstraße im so genannten Mischverkehr.

Sprockhövel..  Zur Leader-Region reichte es nicht. Nun gibt es kein Geld. Gerade der Radverkehr hätte mit den Mitteln aus dem europäischen Fördertopf für ländliche Regionen nach vorne gebracht werden sollen, mit Sprockhövels Prestige-Projekt: der Alten Trasse. Hübscher hätte sie werden sollen, nach Vorbild der Korkenzieher- oder Nordbahntrasse.

Doch: „Ich arbeite auf jeden Fall weiter am Trassen-Projekt“, sagte Beate Prochnow vom Stadtmarketing- und Verkehrsverein. Sie und Karin Hockamp sind bei allem, was die Trasse angeht, federführend. Jüngst nahm Prochnow Kontakt zur Nachbarstadt Wuppertal auf. „Es ging um die Beschilderung der Alten Trasse“, sagte sie. Denn wenn die Radfahrer durch den Tunnel Schee nach Sprockhövel radeln, sollen sie entlang eines Weges fahren, der ein einheitliches Bild bietet.

„Wenn wir es schaffen, hier die Radfahrtouristik zu aktivieren, zieht dies das eine das andere nach sich.“ Kurzum: Tolle Trasse, tolles Radverkehrsnetz. Noch muss die Stadt mancherorts nachbessern. An Haupt- und vor allem Mittelstraße fühlen sich viele Radfahrer unsicher. Bei der Umsetzung des Radwegekonzepts hat die Stadt zwar verschiedene Möglichkeiten geprüft, damit der sogenannte Mischverkehr für die Radfahrer sicherer wird. Beispielsweise war ein Radangebotsstreifen im Gespräch.

Aus den unterschiedlichen Gründen hat sich die Verwaltung aber dagegen entschieden. Als Ausweichstrecke gebe es schließlich die Alte Trasse. „Der Radwanderweg verläuft in diesem Bereich parallel zur Mittelstraße“, sagte Bernd Woldt, als Sprockhövel im Fahrradklimatest nur mit einem Schwach Befriedigend abschnitt. „Auf ihm kann wesentlich sicherer gefahren werden.“

Fortschritte gibt es dagegen bei der Öffnung der Einbahnstraßen, die Radfahrer nun in beide Richtungen befahren dürfen. Auch die Umlaufgitter bieten mehr Platz, um sie zu durchfahren. Hier kümmert sich der Arbeitskreises Radverkehr mit seiner Koordinatorin Britta Altenhein.