Swingen statt löschen
14.02.2010 | 16:37 Uhr 2010-02-14T16:37:00+0100
Der Musikzug der Feuerwehr begeistert das Publikum in der Grundschule Börgersbruch mit Jazz der 20er und 30er Jahre.
Beim Musikzug der Feuerwehr Sprockhövel läuft nichts ohne Swing. Frei ins Englische übersetzt lautet dieser Satz: „It don't mean a thing, if it ain't got that swing” – ein Stück von Duke Ellington, das dem Matinee-Konzert der Feuerwehr Bigband im Forum der Grundschule Börgersbruch als Mottogeber herhielt.
Für die Gäste bedeutete dies eine gute Stunde Jazz der 20er und 30er mit all seinen Charakteristiken. Dem Walking Bass, den flotten Rhythmen am Schlagzeug und natürlich viel Brass – der Sammelbegriff für Blechblasinstrumente. Bigband-Chef Wolfgang Bremmer hatte sich einen bunten Strauß an Swingtiteln ausgesucht, mit denen er das Publikum, das nicht alle Stühle voll besetzte, ohne Probleme zum Mitwippen und -klatschen bewegte.
Mit Markus Cetzsche hat die Bigband einen Sänger, der dem Publikum zu gefallen wusste. „Ich hätte nie gedacht, dass die Bigband so gut ankommt”, verriet Musikzugführer Michael Ibing. Mit den Songs aus der Blütezeit des Jazz überzeugte die Band das Publikum. Ob sie nun Neil Diamond interpretierten oder Klassiker wie Mecky Messer spielten: das Publikum reagierte zwischenzeitlich mit anerkennendem „Wow”, bevor es im begeisterten Klatschen und Jubeln unterging.
Markus Cetzsche und Wolfgang Bremmer führten humorvoll und locker durch das Programm und hatten auch einen Song im Repertoire, der den Schnee in die Schranken weisen sollte. „Summertime” war ursprünglich eine Arie aus der Oper Porgy and Bess von George Gershwin, bevor sich das Stück zu einem Jazzstandard mauserte. Doch der Blick nach dem Stück aus dem Fenster ernüchterte. Mit im Programm war ebenso das Hauptthema aus dem französischen Schwarz-Weiß-Film „Du rififi chez les hommes” (Krawall bei den Männern) von 1955. Den Abschluss des Konzerts bildeten die zwei bekanntesten Stücke von Frank Sinatra: New York und My Way.
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