Stadt setzt auf Sponsorengelder

Der Radweg soll im Rahmen des Projekts
Der Radweg soll im Rahmen des Projekts
Foto: WAZ

Sprockhövel..  Die Bewerbung Sprockhövels mit Gevelsberg, Wetter, Ennepetal und Breckerfeld beim Förderwettbewerb Leader steht kurz vor dem Abschluss. Im Haupt- und Finanzaussschuss ging es um die Finanzierung des Projekts. Die darf zwar als gesichert gelten – scheitert die Bewerbung allerdings, so sind 9000 Euro weg.

Regionalmanager für 10 200 Euro

Denn so hoch ist der Anteil Sprockhövels an den Kosten für das von einem externen Büro erstellte Konzept. Im Falle einer Zulassung als Leader-Region müssen die Kommunen zusätzliche Kosten tragen. Ein Regionalmanager, der mit 65 Prozent bezuschusst wird, soll das Projekt begleiten, das im Jahr 2022 endet.

Sprockhövel trägt dabei anteilig 10 200 Euro pro Jahr. Für das laufende Jahr sah Kämmerer Rainer Kaschel keine Probleme. Der Regionalmanager könne frühestens im Herbst eingestellt werden, die Sprockhöveler Kosten reduzierten sich in diesem Jahr daher auf 3000 bis 4000 Euro.

„Diese Mittel können bereitgestellt werden“, sagte Kaschel. Die Kreisumlage falle um etwa 97 000 Euro niedriger aus, es müssten weniger Fortbildungsmittel zur Verfügung gestellt werden und die Einnahmen aus Hunde- und Vergnügungssteuer seien höher.

Für die Folgejahre hatte Bürgermeister Ulli Winkelmann einen Vorschlag. „Das Geld kann aus Stiftungen, Sponsoring und aus Spenden von Bürgern und Unternehmen kommen“, sagte er. Am 23. März werde daher ein Unternehmerfrühstück im Golfhotel Vesper stattfinden.

„Ich bin mir sicher, dass wir die Mittel zusammenbekommen.“ Der Zuspruch aus der Industrie für das Leader-Projekt sei sehr groß.

Grundsätzlich ist die Finanzierung des Regionalmanagers allerdings nicht unproblematisch. „Seine Bezahlung ist eine neue freiwillige Leistung“, sagte Kämmerer Kaschel. Sprockhövel hat als Stärkungspaktkommune in diesem Bereich jedoch strenge Auflagen.

Auf Wunsch der Ausschussmitglieder wurde die Beschlussvorlage daher noch entsprechend erweitert. Die Verwaltung wurde beauftragt, sich um private Mittel zu bemühen. Und: Entscheidungen bezüglich des Leader-Projekts werden mit der Bezirksregierung abgestimmt.

Der Ausschuss verabschiedete den Punkt einstimmig und unter allgemeiner Zustimmung zum Konzept – auch wenn es Bedenken gab. Wolfram Junge (SPD): „Im schlimmsten Fall muss ein hoher Eigenanteil aus Haushaltsmitteln zur Verfügung gestellt werden.“ Und zwar dann, wenn keine privaten Geldgeber gefunden werden.

Ergebnis kommt im Sommer

Christian Preuß von den Linken bezeichnete den Wettbewerb als Glückspiel. 50 Regionen bewerben sich auf vermutlich 25 Förderposten. Christdemokrat Torsten Schulte schloss sich der Idee Winkelmanns an, freiwillige Unterstützer zu suchen.

Spätestens Rosenmontag muss das Konzept beim Ministerium in Düsseldorf vorliegen, kommende Woche soll es auch auf der städtischen Internetseite stehen. „Mit dem endgültigen Ergebnis ist jedoch nicht vor Juni oder Juli zu rechnen“, sagte Bernd Woldt, Beigeordneter der Stadt.