Stadt plant beidseitige Bebauung

Foto: Hans Blossey
Was wir bereits wissen
Auch Straße und Kanal sollen erneuert werden.

Sprockhövel..  Durchwachsene Stimmung auf der Bürgerversammlung in der Glückauf-Halle: Am Mittwochabend stand ein Planungsentwurf der Stadt für die Hölterstraße auf dem Prüfstand. Anwohner konnten Kritik üben. Bisher ist die Hölterstraße im Bereich Brinkerstraße und Hölter-straße 80 nur einseitig bebaut. Auf der freien Fläche sollen neue Wohnungen entstehen. Auch Straße und Kanal bleiben von den Baumaßnahmen nicht unberührt.

„Bei einem solchen Bauvorhaben bietet es sich an, auch die Straße zu erneuern“, sagte Ulrich Höhmann vom Sachgebiet Tiefbau. Um ihr Bestehen zu sichern, hätte dort in den nächsten drei oder vier Jahren ohnehin etwas passieren müssen. „Wir erneuern die Straße nicht, um Baurecht zu schaffen.“ Denn dieser Eindruck sei bei einigen entstanden.

Für die Anwohner hat das nicht nur Nachteile. Wenn die Gesamthöhe der Kosten auch noch nicht abzusehen ist – so weit sei die Planung noch nicht fortgeschritten: „Die recht umfangreichen Kanalbauarbeiten bleiben für die Bewohner kostenneutral“, sagte Höhmann. Dies gilt jedoch nicht für den Ausbau der Straße. Die dort anfallenden Ausgaben darf die Kommune anteilig auf die Anwohner umlegen. Sie reduzieren sich in diesem besondern Fall jedoch. „Der gesamte Anteil, der für die Kanalsanierung aufgebracht werden muss, wird von der Umlage auf die Anwohner abgezogen“, sagte Höhmann. Für die Anwohner sei dies eine erhebliche Entlastung.

Eingeschossige Bebauung gewünscht

Und es sei eine Chance. „Einmal saniert, wird der Kanal weitere 60 bis 80 Jahre halten.“ Im Zuge der Bauarbeiten soll auch die Straßenbeleuchtung modernisiert werden. Höhmann zog ein Resümee der Bürgerbeteiligung: „Ich hatte das Gefühl, dass nicht alle Anwohner gegen das Vorhaben waren“, sagte er.

Ein Kritikpunkt blieb ihm besonders in Erinnerung. „Geplant ist eine zweigeschossige Bebauung.“ Anwohner, die sich zu Wort gemeldet hatten, wünschten sich dagegen eine eingeschossige Bebauung.

Anregungen und Bedenken zum Planungsentwurf können Anwohner bis zum Freitag, 6. März, vorbringen, schriftlich wie mündlich. Der Entwurf liegt während der Dienststunden im Rathaus beim Sachgebiet Planung und Umwelt aus.